Beiträge von Nils von Berg

    -Die Heijaner sind besorgt über Fremdmächte Einfluss auf ihrer Spielwiese Renzia, ins besondere wegen Xinhai. Während die offiziellen Stellen sich noch nebulös verhalten bzw. Shaw nicht anerkennen bildet sich auf den Straßen schon ein antiastorianischer und nationalistischer Mob. So als genauere Spezifikation der Lage in zumindest einem renzischem Land.

    Es ist wahrlich wundervoll wenn man sein "Reich" aufgibt - in Sack und Asche rumläuft - vergossene Milch betrauert, verplemperte Jahre fürs Hobby, und dann liesst, was hier abgeht!

    Wenn man einigen hier zuhört, dann ist Untergang eher Segen als Versagen.

    ?b(

    ich checke jetzt nicht, wie du zu dieser Annahme kommst.

    Das ist in meinen Augen sogar schlimmer als die Nichtrollenspieler in Astor: Jemand, der Rollenspiel und seine kleinen Feinheiten nicht einmal verstehen kann und alles auf das Minimum reduziert. Da ist doch auch gerade der Reiz zu finden. Ja, das ist mir wichtig. Und was genau sind denn Vorteile in einem Spiel? Liegen die nicht im Auge eines Betrachters?

    Das erinnert mich an die Neuenkirchner. Harms (der seltsame Kaiser) meinte mal zu mir, es wäre krankhaft, überhaupt simulieren zu wollen. Das hatte schon soziopathische Züge mit dem und seinem "Freund": Krankhaft verlogen, Macht über alles, kein Verantwortungsgefühl, keine Empathie, unbedingte Selbstbelohnungslust und übersteigertes Selbstwertgefühl. Personen ohne Wert wurden fallen gelassen. Nach diesen "Enthüllungen" habe ich die beiden sabotiert, wo ich nur konnte. Gruseliges Pack.

    Klingt nach ganz normalen MN-Spielern. :thumbsup:


    Ne, im Ernst klingt wirklich gruselig obwohl ich bei denen in Neunkirchen nie das Gefühl hatte.

    Ich glaube, Nils, du verstehst die „Alt“-Fraktion falsch. Es geht nicht darum, die Uhr zurückzudrehen. Ich fand Drachenstein oder Tran-Sien auch immer etwas drüber und hätte da nie mitgemacht. Andererseits hatte diese ausgedachten / albernen (wie auch immer man es bezeichnen mag) Kulturen mitunter wesentlich mehr Tiefgang, als mancher realistischer Abklatsch, fern man so vorgesetzt bekommt. Ich habe sowieso nie verstanden, warum man da teilweise so unflexibel ist, Dinge als „anders“ zu akzeptieren. Das gilt im übrigen auch für die geldrische Hofsim und die pahlsdorffschen Anwandlungen. Puder und Perücke sowie veraltete Technik in einem modernen Industriestaat wie Dreibürgen sind sicherlich alles ander als realitätsnah. Meine frühe Hoffnung, dass beides nebeneinander Bestand haben könnte, habe ich schon lange begraben. Auch wenn ich mich mit der simulierten Dodo-Population auf den Mathildian Islands dem aktuellen Realzustand etwas widersetzt habe.

    Das war zwar mehr Gotha als Phalsdorf aber wurde halt immer eher dezent eingesetzt und auch mit einem humoristischen Hintergrund. ;)

    Erstens: danke, damit hast du das Missverständnis mit "er"aufgeklärt. Ich bitte um Verzeihung. :)


    Zweitens: In meinem "Rant" ging es mir auch mehr darum die "Früher war alles besser"-Haltung, die ich hier heraus gelesen habe zu kritisieren und darum, herauszustellen, dass die Diplomatie heutzutage anders funktioniert. Und ich finde auch Hand aufs Herz Lord Reis' "Diplomatie" eher befremdlich als alles andere aber jeder mag so machen, wie er will. Aber unter den, hier kommt die Rolle rückwärts, vorherrschenden Konventionen.

    "Ich weiß nicht, wo liest du denn bei Lord Reis heraus, dass er andere zu einer Änderung ihrer Spielweise zwingen will? Die zwei Punkte, die ich bei ihm rauslese sind: Erstens, er mag zumindest die extremeren Ausprägungen der vorherrschenden Diplomatieform nicht. Zweitens, er würde gerne verstehen, was andere an dieser Diplomatieform motivierend finden, was er im Moment nicht sehen kann. Ich finde das grundsätzlich eine legitime und interessante Frage (nicht nur auf die Diplomatie beschränkt, sondern was Leute überhaupt an den MNs motiviert), auch wenn man es durch den ersten Punkt als Kritik auffassen könnte.

    Wenn ich mit dieser Interpretation falsch liege, korrigiere er mich."


    Allein die Forderung es wieder ins Altsystem zu ändern bewegt mich zur Annahme dessen sich aufzwingen zu wollen. ;)



    So und weiter:

    Erstens: "Das wiederum ist genau das, was du Lord Reis vorwirfst: Du wertest all diejenigen ab, die nicht dem momentanen vorherrschenden Spielverständnis folgen."


    Nein, das versteht er mich falsch.



    Zweitens: "Wie wäre es damit, einfach ein bisschen Vielfalt zuzulassen?"


    Verstehe ich ihn Richtig? Es ist Vielfalt auf teufel komm raus zum alten Zurückzukehren? Wenn ich mit dieser Interpretation falsch liege, korrigiere er mich.

    Ich habe jetzt lange und deutlich über all das hier nachgedacht und bin zu folgenden Schluss gekommen, den ich jetzt ganz krass und ungefilltert durch den bürgerlichen Geschmack äußere: Was hier, besonders von Lord Reis und Buddenberg, geäußert wurde, ist das Mimimi einer Generation, die die letzten 10 Jahre wohl in Kyrostatis verbracht hat und nun in verbrämter Nostalgie eine Vergangenheit beweint, die es so nie gab. Und das sage ich als jemand, der nicht seit gestern sondern seit 13 Jahren dabei ist und somit in der MN-Szene Mitte/Späte Nuller-Jahre sozialisiert wurden ist.


    Wump, da ist sie die ganz grobe, von mir geäußerte Kelle. Doch wie komme ich darauf?


    Nun es gab ja die Projekte wie Eschenbach/Eschenland/Eschental, Entschuldigung, ich kann mich nicht mehr genau an den Namen erinnern, in denen Hobbits ect.pp. "rumsprangen".

    Ich behaupte nicht, das diese MN keinen Charme hatte, für die damalige Zeit qualitativ ansprechend war und durch den Hype um die Herr der Ringe Filme keine Daseinsberechtigung hatte. Jedoch seien wir ganz ehrlich und nehmen die Nostalgie-Brille ab: Schon damals wurde es kaum ernst genommen, weshalb dieses Projekt seit bestimmt 10 Jahren tot ist. Man nahm es mal für nen Lacher mit oder um seine Leidenschaft für J.R.R. Tolkien und seine faszinierende Welt auszuleben, mehr aber auch nicht. Als die Herr der Ringe-Spiele kamen hatte man da eine bessere Möglichkeit gefunden.

    Und dass sich das altehrwürdige Drachenstein sich auch seit 2009 im Niedergang befindet ist auch kaum abstreitbar.


    Woran liegt das? Wohl kaum an Nachlassender Kreativität, Faulheit oder ähnlichen Gründen, die man hier in einer Bullshit-Manier vorgebracht hat. Nein, es werden Fakten in geradezu sträflicher Weise vernachlässigt: Demographischer Wandel bzw. Alterung der Mitspieler, daraus resultierend die Umpriorisierungen in den Lebensverhältnissen, die Konkurrenz durch die Veränderung der Videospielszene in den letzten 10 Jahren, die generelle Verödung der MN-Szene durch den Einbruch der Neumitgliederzahler, neben anderen Problemen, die jedoch nicht hier her gehören.


    Wir werden alle Älter, ich schätze so der heute noch aktive durchschnittliche MN-Spieler ist zwischen Ende 20 und Anfang 40 Jahre alt. Vielen Mag dadurch eine Sinnkrise entstehen, mir auch mit meinen inzwischen 27 Jahren spüre den Zahn der Zeit und würde am liebsten in der Zeit zurück reisen, und dieses Gefühl mag auch durch die "Zeitlosigkeit" der eigenen Beiträge verstärkt werden nur ändert es nichts daran: Wir werden alle älter unser Humor und unsere Ansichten ändern sich. Inzwischen spielen Arbeit und Familie die deutlich stärkere Rolle, Hut ab übrigens vor jeden, der dass mit seinem Hobby MN verbinden kann. Die überwiegende Mehrheit der MNler geht nicht mehr zur Schule und hat den Humor eines 15 Jährigen.


    Und was man sowieso nicht ändern kann: Zeitgeist und Spielerwillen. Die heutigen MNs möchten eine realistischere Sim und ja es ist ein Trend, der dahin geht mehr aus dem RL zu übernehmen, keine Frage, aber halt auch nur ein Trend, das kann sich wieder ändern.


    Ich mag nicht abstreiten, das die Zeiten der rein humoristischen und/oder fantasy-basierten Mns wieder kommen, in der man sich das simulative Äquivalent zum Torten-ins-Gesicht-schmeißen abfeiert und Hobbits Hand in Hand mit Elben selig und von allen irdischen Qualen unbeeinflusst über die Hügel des Auenlandes springen. Jedoch ist dies nicht der gerade vorherrschende Zeitgeist.


    Wer nun meint dies auf Zwang ändern zu müssen wie Lord Reis und seine Trittbrettfahrer, zeugt von einer gerade zu beleidigen Missachtung des Spielerwillens und von Vergessenheit dessen, dass die Zeiten sich einfach geändert haben.

    Jene konservative Opa-Manier von "Früher war alles besser" lässt mich als durchaus konservativen Menschen vor Unverständnis mit den Ohren schlackern. Man geht mit der Zeit oder man vergeht mit der Zeit.


    So, wenn sich jemand durch meine Äußerungen beleidigt oder angegriffen fühlt, bitte ich um Entschuldigung. Dies war nicht meine Absicht nur konnte ih es nicht länger ertragen zu lesen was hier geäußert wird.

    Aber nichts davon hat sich bei fortlaufender Existenz so nachhaltig in jeder Hinsicht zurückentwickelt, wie die MNs. Und das trotz des unendlichen Potentials in der digitalen Welt.

    Eine sehr interessante These. Aber gewissermaßen fällt es ja auf, wenn man beispielsweise mal die Kreativlosigkeit neuer Staaten sieht: Es gab früher MNs wo Hobbits und Elfen neben Menschen rumgelaufen sind - das gibt es nicht mehr. [...]

    Genau, weil sowas auch mega Unkreativ ist!!!1!!!ELF!!!!!

    Ich habe mal einen Versuch Unternommen, in der doch schon recht alte Forensoftware von Dreibürgen eine Ergänzung reinzufummeln, welche den aufgetretenen Fehler auf Dauer beseitigen sollte. Das scheint, soweit ich das überblicken kann, zu funktionieren. Bitte mal weiter beobachten und beim Wiederauftreten Bescheid geben.

    Vielen, lieben Dank.