Beiträge von Fang Kai-Schek

    Aber ich. Von West nach Ost: Die Ephèbischen Inseln Victris, Vitellia und Altesion. Das Inselgewirr dazwischen sind die Halsbandinseln und die Inseln des Zerbrochenen Ringes. Im Osten: Die heutige Provinz Trinacria und das Föderatenkönigreich Palmyra (damals noch Chersonnessos). Im Original ist die Karte 40 Jahre alt. Ich muss das wissen, denn ich habe sie selbst gezeichnet. Wer sich Ladinien auf der Weltkarte ansieht, wird dort fündig werden. :)

    Danke, ich hatte die im Schilda-Ordner, dann warst Du offenbar der Uploader und vermutlich ist Deine Karte dann letztlich -zumindest indirekt - die älteste Karte der MNs.

    Noch das eine oder andere:


    Keine Ahnung, woher ich die habe, ist jedenfalls von 2001, ich meine ich hätte aber auch noch irgendwo eine von 1999, da muß ich mal suchen, ob ich sie noch finde. (Was die Einzeichnungen im Weißen zu bedeuten ahben, kann ich auch nicht sagen.)


    Schilda (2006)





    Die sind alle von mir, eine wohl verlustig gegangene Bezirkskarte gab es auch noch, aber man sieht, daß ich das Kartenzeichnen damals (noch?) nicht wirklich beherrschte, also ergriff der Mitspieler "Horst Schindermann" die Initaitive, das war doch viel besser:



    Damit war man dann aber in Neuenkirchen nicht so ganz einverstanden und es wurde korrigiert (Fuchsen wurde dann gleichermaßen von Grenzüberschreitendem befreit - ob Wegland es verlangte erinnere ich mich gar nicht mehr):




    Aber die Tiefen des Wassers andeutende Gestaltung und nach dieser Korrektur der die Grenze möglicherweise überschreitende Fluß behagten Grimmberg immer noch nicht.



    Und so sah es dann am Ende aus.


    Heute sieht es ja eher so aus, daß man sich versucht, über die MN-Grenzen abzustimmen, das aber mitunter scheitert, während seinerzeit die MNs an ihren grenzen oft einfach Flachland aufwiesen und berge und Flüsse die Mitte dominierten.

    Zunächst mal ein Willkommen nach der Heimkehr in den Schoß der - wenn auch zuweilen sehr zerstrittenen - MN-Familie.


    Ich will mir ansonsten mal einige Anmerkungen erlauben:


    Zum einen gibt es ja prinzipielle Möglichkeiten Foren auf neue Posts zu überwachen, so daß man auch in nicht so aktiven MNs nebenher mitspielen kann, wenn die einen aus dem einen oder anderen Grund interessieren, ohne unbedingt sich der frustrierenden und unergiebigen Beschäftigung hingeben zu müssen, das Forum täglich auf Aktivität zu überprüfen.


    Zum anderen ist das aber auch ein Grund für die tief verschachtelten Foren, denn vielfach hat man jetzt eben den Versuch unternommen, mehrere Staaten in einem Forum zu bespielen, was eine organisatorische Erleichterung ist - gewissermaßen große Vielfalt aus einer Hand.


    Weiterhin bietet das wbb 4 und 5 die Möglichkeit, Foren abzuwählen, soweit die Administration das nicht verbietet, wer also nur einen Ausschnitt sehen will, weil ihn ein Teil der Aktivität nicht interessiert, dürfte vielfach sich dadurch Lesestoff vom Hals schaffen können. Gerade verschachtelte Foren erlauben das sehr zielgenau.


    Wer gerne die letzten Posts in verschachtelten Foren haben möchte, der wird über die modernen Foren ja unterstützt. Zur Not kann man aber auch die Suchfunktion mißbrauchen und ein "*e" eingeben und die Anzeige von Threads statt Beiträgen wählen, dann wird einem alles chronologisch aufgelistet. Leider mit dem Schönheitsfehler, daß der erste Post im Thread zählt und nicht der letzte.


    Was die Aktivität angeht: Seit damals ist die Quantität der Postzahlen sicher stark gesunken, dafür ist die Qualität wohl (deutlich) gestiegen. Man gehe mal in ein altes Forum und lese dort die ersten Posts. Wer von den alten Hasen wollte sowas noch (ausschließlich!) lesen, was er damals vielleicht mit 15 verfaßt hat!? Wobei wir uns dennoch über jeden Jungen freuen sollten, auch wenn der natürlich nicht wie ein alter Hase schreiben wird.


    Für Ungeduldige kann es freilich heute schon manchmal eine harte Strapazierung der Geduld sein, wie lange es dauern kann, bis Antworten komen. Der verstärkte Einsatz von Vielfach-IDs führt natürlich dazu, daß mancher auch etwas grübeln muß, was seine Figur da antworten mag, denn das bringt es mit sich, daß man sich nicht nur mehr selbst spielt.


    Dieses alte "wir sind Staat" ist einem "wir simulieren einen Staat" meist gewichen, folglich gibt es auch in der Regel keine Bürgerlisten oder Listen mit NIDs mehr. Vieler Orten gibt es ja so etwas wie eine Scheidung in HIDs oder NIDs auch gar nicht mehr. Forenhacken und seine RL-Meinung anderen aufzuzwingen ist mehr und mehr einem (versucht) ausgewogenen Rollenspiel gewichen - jedefalls was die Intention angeht, aber die MNler sind ja nach wie vor politische Menschen also gibt es nach wie vor Machtkämpfe.


    Was den Rückgang der klassischen Homepages angeht, dürfte das zum einen an der Integration in die Foren liegen (das bietet ja auch einfache Durchsuchbarkeit), zum anderen, daß die damaligen Homepages oft nicht mehr als adäquat angesehen wurden, weil sie veralteten, schwerer zu pflegen sind usw. Außerdem waren die ja meist SimOn-Homepages, bei denenn die Regierung sich präsentierte, so daß der Interessierte herausfinden mußte, was Propaganda, was Neutral war, weshalb ja dem das MN-wiki gegenüberstand, das aber auch auf der SimOn-Ebene angesiedelt war und ist.


    Das Fehlen eindeutiger Informationen zur Ausgestaltung dürfte aber oft auch daran liegen, daß die eigenen Qualitätsansprüche nicht befriedigt werden können und man dann manches lieber vage hält. Denn man merkt schnell, daß das eine sehr steinige Angelegenheit wird, z.B. mit Nachbarn eine gemeinsame Geschichte abzusprechen. Nicht mehr so sehr, weil die MNler so zänkisch sind, sondern, weil das eine brotlose Aufgabe ist. So hemdsärmelig wie früher will man es nicht machen, so anspruchsvoll wie man es gerne hätte, kann/will man zeitlich nicht erlauben bzw. kann sich nicht einigen, bzw verliert sich in Detaildiskussionen.


    Was Chinopien angeht, ist es eigentlich ziemlich kompliziert, Hsinhai und Nationalchinopien als die Erben Chinopiens zu bezeichnen wäre nicht ganz korrekt, denn es ist gerade nicht der Kern, sondern später hinzugewonnene Gebiete. Diesen Kern mit Qianlongjing als Hauptstadt ist bewußt begraben/archiviert worden. Es ist so, daß der chinesische Kulturkreis durch verschiedene Gebeite repräsentiert wird, die nicht in einer Hand sind. Wenn nur früher aber Chinopien und Tchino beide beanspruchten, ganz China sein zu wollen und als MNs konkurrierten ist es heute eher so, daß alle Beteiligten ja Prinzipiell bereit wären, sich zu einigen, aber das mit der Koordinierung nicht klappt. Wenn aber an jeder Stelle der Homepage ein "Muß noch mit Tchino, Heijan und Diyarasu abgesprochen werden" stünde, dann würde das wohl einer echten Homepage nicht gerecht, also ist Ausgestaltung von Hsinhai und Nationalchinopiens mehr und mehr in unvollendeten Ausgestaltungsthreads zu finden, obwohl ich das eigentlich könnte, an einem dafür reservierten Wochenende eine komplette Homepage zu basteln, zumal ich alle relevanten Althomepages in meinen Archiven habe.


    Vermutlich resultiert in der gesetzten Behäbigkeit die heute Platz gegriffen hat auch das Problem Nachwuchs zu rekrutieren. Die Jugend ist nun mal spontaner und sentenzengeneigter, unkomplizierter. Aber ein impulsives "Du bist doof!", "Nee Du bist Doof!", "Ach Ihr seid ja beide Doof!" aka "Rechts hat Recht!", "Nee Links hat Recht!", "Die Mitte sagt Die Wahrheit, ihr Antidemokraten!" wird vermutlich den Interessen eines erwachseneren lebenserfahreneren und naturgemäß zwischenzeitlich gebildeteren Publikums nicht gerecht. Wobei: Dafür haben wir ja jetzt die Schulsims, um uns noch mal ohne uns dem Verdacht der Primitivität auszusetzen, richtig kindisch benehmen zu können. :D


    Was aber die früher höhere Postinganzahl angeht, wird man relativieren müssen. Wer hätte denn ernsthaft damals einen Post der Länge des Ausgangsposts oder auch vieler der Antworten hier verfaßt!? Vergleicht man nicht nur die Posts, sondern auch die Zahl der Zeichen, wird man wohlmöglich feststellen, daß früher nicht mehr sondern nur auf mehr Posts verteilt geschrieben wurde.

    Mit Blick auf die seither vergangenen 15 Jahre, wird es mancher gar nicht, andere kaum noch oder nur noch ungefähr in Erinnerung haben, sei das hier als Handreichung gegeben:


    Weltherrschaftsübernahme durch Aquatropolis - Kaiserreich Dreibürgen
    Über einem Satellitenkanal ist eine Sondersendung des aquatropolisischen Fernsehkanals 1 zu empfangen. Sehr geehrte Zuschauer in aller Welt, wir bitten um…
    dreibuergen.mnprojekte.net


    Geschmäcker sind verschieden und Simulationsstile eben auch und jedem Recht machen kann man es sowieso nicht. So etwas ist hier hochwillkommen, dort unerwünscht und woanders - man sehe sich mal den Forderungskatalog an - vielleicht vor allem stilistisch nicht erwünscht, der Nächste mag es als Anmaßung eines dazu nicht Berufenen/Befugten ansehen, der Welt derart weitreichende Konsequenzen anzudrohen.


    Das Ding ist halt, jede MN oder MN-Gruppe hat ihren Stil und ihre subjektiven Wünsche an das, was in der Weltpolitik relevant sein soll. Die Frage nach besser/schlechter stellt sich für mich gar nicht, aber es gibt halt doch Vorstellungen, die so weit voneinander abweichen, daß man kaum auf keinen gemeinsamen Nenner kommt. Entsprechend wurde diese Sim hier in doch einigen MNs faktisch ignoriert oder SimOn als Spinnerei abgetan, mancherorts auch gleich ins SimOff verschoben.


    PS: In Aquatropolis gibt es dazu auch nicht mehr als eine Kopie dieses Textes, weil das alte Forum untergegangen ist.

    Alleine dieses Beispiel zeigt auch, wie falsch du mit deiner "Unterscheidung" liegst. Es gibt Spaß in "seriösen" Simulationen, es gibt ernste Aspekte in "spaßigen" Simulationen - und vor allem gibt es unfassbar viele Vorstellungen davon, wie es "richtig" laufen soll. Dass ihr nach all den Jahren immer noch nicht verstanden habt, dass es nicht darum gehen darf, anderen Leuten ihre Vorstellungen einer "echten" virtuellen Nation aufdrücken zu können, ist bedauerlich.

    Da hast Du aber was in den falschen Hals bekommen.


    Ich bin in Wolfenstein eingestiegen, auch wenn ich nur kurz blieb, meine Schildaische Demokratische Republik und später Korland unterhielten fruchtbare Beziehungen zur USSRAT, die USSRAT sollte ja sogar nach einer Eitragung auf der CartA um Korland herumgelegt werden, Drolkar aus Wolfenstein war mal in Xinhai zu Gast und ein hsinhaineischer Diplomat oder sogar der Führer selbst in Wolfenstein, und Du hast mich sicher noch nie als Nörgler in einer Humorsimulation gefunden. Auch einer Interaktion mit Pottyland steht nichts im Wege, solltet ihr mal das Bedürfnis haben.


    Problematischer wird es allerdings, wenn jemand "phantastische Sims" auf die ganze Welt ausdehnen will oder so etwas wie die Story mit der Weltraumbombe(?), die Graf Düsterstein 2007 durchziehen wollte oder mir einen Kulturkreis oder ein Klima direkt an die Grenze setzen will, mit dem ich nicht "realistisch" umgehen kann.


    Wobei ich kein grundsätzliches Problem habe, wenn jemand den direkten Übergang auf der Grenzlinie von Sahara zu Eiswüste simulieren mag, oder daß "China" ohne jede wechselseitige Beeinflussung seit Jahrhunderten an die "Niederlande" grenzt, aber das paßt halt nicht überall.


    Ich erinnere mich noch, wie jemand - der in Aquatropolis mitspielte - in einer anderen MN jede Interaktion mit bzw. Kenntnisnahme von dieser MN - wir reden aber nicht vom Aquatropolis von heute - ablehnte.


    Blöd wird es irgendwie auch, wenn der eine in den MN-Nachrichten postet, er sei mit einem großen Hüpfball auf den Mond gehüpft und habe grüne Männchen vom Mars mitgebracht oder auch nur, daß Außerirdische angekommen seien, das will halt nicht jeder in seiner MN als ernstgemeintes Thema haben. Da ist dann objektib Inkompatibilität vorhanden.


    Das alles ist ein Hobby - ein Projekt, das in der Freizeit betrieben wird. Und eine Nation zu simulieren ist einfach nochmal "lebendiger", wenn man weiß, wo auf einer fiktiven Welt sich diese Nation befinden könnte. Es bietet einem Möglichkeiten zur näheren Ausgestaltung - egal, ob durch gemeinsame Geschichte mit den Nachbarn, das vorherrschende Klima, kulturelle Zusammenhänge... Letzten Endes ist es nicht mehr als das: Ein Angebot zur näheren Ausgestaltung.


    Das ist halt das "Problem" (jedenfalls für den, der sich mehr internationale Ausgestaltung als Hintergrund wünscht), es ist ein Angebot, auf das nur teilweise eingegangen wird, so daß sich kein sicheres Gesamtbild ergibt. Die MNs bieten sich als ein Flickenteppich subjektiver Ideen und Vorstellungen mit konträren unvereinbaren Entwicklungen dar. Das mag vielleicht sogar funktionieren. Die Länder mit den beeindruckendsten Militärparaden und Massenaufmärschen sind ja sonst eher nicht die lebenswertesten Orte. Aber es ändert nichts daran, daß wir seit Jahrzehnten es nicht schaffen, eine Weltgeschichte o.ä. zu schreiben und bei Bedarf sich eben jeder spontan in groben Zügen zusammenbehauptet, was ihm gefällt.

    Ich hätte sogar einen Themenvorschlag, den man ohne weiteres nehmen kann und man im Grunde null Recherchearbeit betreiben muß (wobei mir persönlich das als Moderator zu anspruchslos wäre, da einfach sie Leute quatschen zu lassen, ohne selbst etwas zu recherchieren und eine Einleitung zu bieten) "Welche Frage ist die entscheidenste im Leben eines Menschen?" Darauf wird vom Hilfsarbeiter bis zum Professor jeder was zu sagen haben. Vielleicht starte ich eine Runde genau mit diesem Thema, aber momentan bin ich mn-technisch eher anderweitig ausgelastet.

    Ich muss übrigens gratulieren. Entgegen meiner Erwartungen habt ihr euch selbst übertroffen und eine aktive und lebendige Diskussion geschaffen, bei der zahlreiche Teilnehme lebhaft über einen längeren Zeitraum verschiedene Themen bedient haben und deutlich zeigten, dass es einen Raum für solche Diskussionen gibt. Und ich Trottel habe doch wirklich geschrieben und angenommen, ihr würdet das im Sand verlaufen lassen. Ha, als ob ihr es nicht wenigstens versuchen würdet. Aber jetzt weiß ich es ja besser.


    8)

    Im Grunde hast Du ganz unironisch Recht. Der Thread ist eine Diskussion und demjenigen, der das ganze tatsächlich umsetzen will, kann er eine Hilfe sein. Er muß aber einen anderen Weg gehen, ein brauchbares Thema und einen Ort festlegen und dann sehen, wer mitmacht, statt es mit demokratischer Entscheidungsfindung zu probieren.

    Ich fragte mich gerade mal wieder, warum wir MNler eigentlich im Allgemeinen dem Festhalten an einer gemeinsamen Karte eigentlich (noch) Wert beimessen bzw. warum wir es überhaupt mal haben dazu kommen lassen, daß es sie gibt. (Wobei ich eine Tendenz weg von der gemeinsamen Simulation sehe hin, sich parallel eine kleine stimmige Welt im eigenen Forum aufzubauen.) Im Grunde ist das ja eigentlich - sieht man mal von Stilfragen und vermutlich einem höheren Maß an mehr oder weniger demokratischer Mitbestimmung in den MNs ab - der Kernunterschied zu den anderen RPGs, die sich in aller Regel als Welt für sich sehen.


    Man könnte jetzt böse sein und sagen: Um leichter am Spielerpool partizipieren zu können und läge damit sicher nicht ganz daneben, aber ich glaube, das ist es nicht nur. Sonst wären wohl die Streits um "Spaltertum" (Gründung neuer Kartenorganisationen) und "Bikartigkeit" nie so vehement geführt worden.


    Aber man kann eigentlich nur schwer leugnen, daß die MNs nicht wirklich zusammenpassen in ihrer Gesamtheit, es ist eher so, daß manche sich ähnlich genug sind, daß es ohne große Probleme paßt, dann gibt es noch welche, da verstehen sich die Leute, weshalb man die Differenzen ignoriert. (Ein klassisches aber durch deren weitgehendes Verschwinden nicht mehr sehr aktuelles Beispiel waren Spaßsimulationen, die mit "ernsthaften Simulationen" interagierten und dann dort sich seriös gaben, während der Partner dann umgekehrt "drüben" vielleicht etwas mehr auf Klamauk machte. Interessanterweise hatte das in manchen Fällen zum Ergebnis, daß die Spaßsimulationen plötzlich sich in Richtung "seriös" entwickelten, weil durch diese Interaktionen mehr oder weniger realistische Paralellausgestaltung entstand, die dann irgendwann in die Sim dort einfloß, etwa weil der "seriöse" Nachbar mal fragte "sagt mal, wieviele Soldaten hat denn Eure Armee eigentlich?" oder "wie hoch mag Euer BIP sein" und wenn es dann schon mal da war...


    Ist die Antwort vielleicht, daß die MNler gerne eine "Gemeinschaft" wären, ohne daß man sich aber deshalb auf mehr als einen Minimalkonsens einigen kann?


    Jedenfalls wird man nicht umhinkommen können, daß das realistische Simulieren einer gemeinsamen Welt nicht funktioniert, weil es an jeder ordnenden Hand fehlt und es auch keine Instrumente gibt, die Auswirkungen ökonomischer und militärischer Kräfteverhältnisse usw. zu simulieren. Dazu kommt, daß diverse Leute aus RL-Gründen aus dem Weg gehen oder sich aus Unlust oder Zeitgründen aus Dingen raushalten wollen oder müssen und dadurch dem Unrealismus Vorschub durch Nichtreagieren leisten.


    Wobei man sich freilich in so mancher MN Selbstbeschränkungen auferlegt und durchaus die fiktiven Eingriffsmöglichkeiten der Großmächte berücksichtigt.


    Aber im Grunde ist die gemeinsame Karte doch teuer erkauft, indem man so weder globale Entwicklungen simulieren kann, noch aus einer Weltgeschichte schöpfen, weil man dazu sich entweder mit allen oder wenigstens mit einem Gutteil einigen oder einfach kontrafaktisch simulieren müßte, also ignorieren, daß die eigene Sicht von anderen nicht geteilt wird. Im allgemeinen tut man das aber nicht. (Nachtrag: Man tut es teils schon, aber nicht oder kaum so extrem, daß man beispielsweise behauptet, Astor sei 1940 Teilnehmer eines Weltkriegs gewesen, oder Dreibürgen 1970 bei einem einmarschiert, ohne das abzustimmen.)

    Sagen wir so, ja, die Themen sind etwas bildungssprachlich/"esoterisch" formuliert, aber sie sind im Grunde handfest, ich könnte jedes einzelne dieser Themen auch in meinem heimischen Dialekt formulieren, dann würde es sich freilich wenig hochtrabend klingen. ;) Solche Sprache hat Vorteile, egal ob man leeres Stroh drischt oder auch nur seine Ahnungslosigkeit zu vertuschen sucht, es hört sich doch gleich viel "gescheiter" an. :D


    Aber davon ab, gibt es ja gerade einen Moderator, daß er das Gespräch lenkt und ggf. Fakten einstreut, wie "in Astor etc. pp. wurde kürzlich ein Gesetz erlassen, das im Kongreß für hitzige Diskussionen sorgte, wäre das bei Ihnen auch vorstellbar, oder sind gar solche Geseze bereits erlassen und in Vorbereitung und wenn ja, wie gestaltete sich das seinerzeit". Oder "Herr Tschung, in Hsinhai würde man dem wohl kaum zustimmen, nehme ich an", "Herr Meier, in Dreibürgen wird man das sicher auch etwas anders sehen", "Würden Sie sich nun eher der lagowischen oder der futunischen Sicht anschließen, wenn man denn diese als Gegenpol verstehen darf", "Glauben Sie, daß es viele/wenige Menschen in ihrem Land gibt, die das genauso sehen wie Sie" usw. usf. Vom Original-Frühschoppen mit Höfer ist leider sehr wenig im Netz, aber der moderierte im Allegmeinen noch richtig. (Der Ausschnitt über Beethoven bei Youtube ist eher wenig repräsentativ, denn man sieht ja deutlich, wie allen die Gesichtszüge etwas entgleiten, als Metzger loslegt. Wobei Höfer dem durchaus mit seinem "und bei Beethoven" in die Parade fährt, als er es von den Devotionalien hat.)



    Nehmen wir das letzte meiner Beispiele, das ja schon mit einem Schmunzler versehen ist, dann würde ich doch erst mal eine knappe Abhandlung über Umweltschutz(fragen) und Wirtschaftlichkeit usw. im Verkehr geben und danach die Teilnehmer fragen, wass ie selbst denken, wie das bei ihnen so aussieht bzw. ob sie über dritte Länder etwas sagen wollen/können etc. und wenn man das durch hat, wird dann eben diskutiert, wer auf dem richtigen Weg ist und wer auf dem Holzweg und ganz zu Schluß, in welche Richtung es in der Welt zu gehen scheint. Ich glaube doch, man wird hier über lang oder kurz dem astorischen/dreibürgischen/livornischen/ andrussischen etc. pp. Weg folgen/jeder weiter sein Ding machen usw. bzw. die normative Kraft des faktischen zu spüren bekommen. Denn natürlich wird man da auch Erschöpflichkeit von Rohstoffen zu sprechen kommen und mögliche steigende Förderkosten, Belastungend er Natur und womöglich den Treibhauseffekt.


    Die Teilnehmer könnten dann ja ein wenig Drama veranstalten wenn sie mögen, oder auch sich über die ungesittete Diskussionsweise empören und daß das bei Ihnen zu Hause nicht möglich wäre etc. pp. oder eben sagen, daß es bei Ihnen genauso zugeht, weil man eben eine demokratische und offene gesellschaft ist und daß das manche hier noch lernen müssen usw. usf. Wobei der Moderator jedenfalls dann, wenn es eine echte Diskussion gibt vielleicht auch eingreifen sollte, wenn Leute nur rumpöbeln.

    Nun ja, wenn ein Verkehrsthema gewünscht wäre, wie wäre es dann mit "Tendenzen einer Umweltorientierung? Das Zusammenspiel von Ökonomie und Ökologie, Flexibilität und Rohstoffverfügbarkeit als Auswahlkriterien für die Wahl der Verkehrsträger und deren Treibstoffe im weltweiten Vergleich?" ;)

    Was den Weltpostverband angeht, paßt der meines Erachtens übrigens eher nicht in das Format, das wäre ja eine Konferenz mit der Intention handfeste Ergebnisse zu zeitigen und keine schon von der Intention her ergbnisoffene Diskussion.


    Wir sollten uns - so scheint mir - grundsätzlich vergegenwärtigen, daß geeignete Themen mehr oder weniger erfordern, daß die Teilnehmer nicht darauf angewiesen sind, daß in ihren MNs dafür erst noch etwas ausgestaltet wird, denn dann wären alle Spieler raus, die nicht berechtigt sind, Ausgestaltung zu "setzen".


    Themen die funktionieren könnten, mögen vielleicht sein, "Das Verhältnis von Mann und Frau" oder "Kolonien (besser: Kolonialismus) und Dekolonialisierung, Fragen der moralischen Rechtfertigung des Festhaltens an Kolonien. Sind Kolonien noch zeitgemäß?", oder "Das Informationszeitalter und seine sozioökonomischen Auswirkungen auf die Gesellschaften", "Tendenzen hin zur Globalisierung?", "Gibt es ethische Grundsätze in der Kriegsführung?","Wohin steuert die Welt, Tendenzen politischer Entwicklungen". (Zugegeben, für das letzte Thema müßte sich jemand wirklich reinknien und die Wahlergebnisse und Parlamentsdebatten usw. sichten. )

    Aber ich glaube mein Vorschlag "Gestörte Kommunikation" als Diskussionsthema ist noch der Praktikabelste, darin sind wir MNler ja ganz große Experten, wenn auch leider nicht in ihrer Vermeidung, und da hat sicher jeder einzelne, jede Nation, jeder Kulturkreis und jede Epoche etwas beizutragen. ;)

    Nein, war 2009.


    Erstteilnehmer


    Korische Post (Freistaat Korland)
    Delegierter:Herr Staatssekretär Gustav Eisenstein

    Imperianische Post (Attekarisches Reich)
    Delegierter:Herr Reichspostpräsident Richard Strauss

    Pixelpost (Baronie Pixonien)
    Delegierter:Herr Phillip Loewe

    Schwyzerische Post (Schwyzerische Demokratische Republik)
    Delegierter:Herr Staatsminister Max Feuerstein

    Dreibürgische Reichspost (Kaiserreich Dreibürgen)
    Delegierter:Herr Staatssekretär Hermann von Greifental

    Androische Staatspost (Föderale Republik Andro)
    Delegierter:Herr Janislaw Pietarow



    2010 und 2012 gab es Versuche der Wiederbelebung - dann wohl auf CartA-Grundlage oder bikartig. Beide male dürfte es von Greifenfels ausgegangen sein. Ich erinnere mich noch, daß mir dann ein Fuxpas unterlief, ich sollte die Nordmark kontaktieren, kontaktierte aber Eldeya, die dann theoretisch auch dabei gewesen wären, wenn es dann passiert wäre. ;)

    Was den Weltpostverband angeht, wurden die Vorvorplanungen im OIK-Forum betrieben und dann mit der Fiktion, daß er schon seit dem 19. Jahrhundert in Korland gesessen hätte, dort die Unterredungen fortgesetzt. Das ganze wurde auch mehr oder weniger von den Interessierten frei nach der Frage "Ist einer dagegen?" bestätigt. Eine Homepage wurde von Friderieke Fresse erstellt.


    In Korland wurde dann beschlossen, daß der Verband in Korland bleiben soll, ein auf dem Stück-für-Stück Vorschlagsweg begonnenes Regelwerk kam aber nicht zustande. Aber das kennt man ja, wenn in den MNs irgendwas mit gemeinsamer Federführung demokratisch gebacken werden soll, kommt es nicht zustande, weil es zu endlosen Diskussionen kommt.


    Wer genau den Anstoß gab, kann ich gar nicht sagen, die Idee war in mehreren Köpfen vorhanden. Es kann sein, daß ich es aussprach, wofür ja die Abhandlung in Korland spricht. Es könnte aber auch Fresse gewesen sein. Nur nach Atekarien ging ja nicht, weil da dann sounsoviel Leute nicht mitgemacht hätten, wie die älteren wissen werden.


    Dieser Weltpostverband war eine reine OIK-Angelegenheit, wobei "bikartige" Staaten geduldet waren. Daß der Gastgeber - und das war Korland damals noch - reiner OIK-Staat war, war Fresse sehr wichtig - so viele Gastgeber blieben dann auch nicht mehr.


    Es gab noch Versuche, sich erneut zu treffen und als Korland der CartA beitrat, tauchte Fresse empört auf und verlangte Löschung der Beiträge. Ich kopierte die Beiträge sicherheitshalber, gab ihr Moderatorenrechte, damit sie es selbst besorge, aber das tat sie dann auch nicht.


    Wann das genau war, müßte ich mal nachsehen, irgendwie tippe ich so 2008.

    Ich tendiere inzwischen ohnehin irgendwie zu nicht MN-spezifischen Themen, sondern etwas "philosophischem" und ich meine das nicht im akademischen Sinn, sondern schlicht "Meinungsthemen", die dann natürlich entsprechend dem Kolorit der jeweiligen Herkunfts-MN behandelt werden.


    PS:


    Daß - mit Blick auf das Besipiel in meinem letzten Post - Sport nicht zur Völkerverständigung beiträgt, scheint mir allerdings festzustehen, seit ich mal in einem Browsergame miterleben durfte, wie sich das Verhältnis zwischen Brasilianern und Argentiniern gestaltet und die ständig versuchten zu erreichen, daß man die jeweils andere Seite aus der Mannschaft wirft, weil - und das meinten die ernst - es sich bei den jeweils anderen um die Schlimmste Sorte Mensch auf der Welt handele und es ihnen unzumutbar sei mit diesen falschen Schlangen in einer Allianz zu spielen. Das war denen ja nicht mal peinlich, die Schau in einer Allianz abzuziehen in der der halbe zweite Weltkrieg - bündnisübergreifend - vertreten war.

    Sport wäre doch an sich ein gutes Thema?

    Wie stellst Du Dir das vor, eher so, daß man ein (altes) Fußballspiel bespricht, oder so etwas wie "Internationale Sportwettbewerbe als Beitrag zur Völkerverständigung?"


    Weil man muß ja sagen, daß der Erfolg bei den Wettkämpfen eine Kombination aus Zufall und - wenn man denn will - Wahrscheinlichkeitsrechnung darstellt, weil eben manche Setzmöglichkeiten rechnerisch mehr, manche weniger erfolgversprechend sind. Insofern haben die Erfolge bei den Wettbewerben nichts mit Realismus zu tun, ein Zwergstaat hat die gleichen Chancen wie ein Miliardenvolk.