Beiträge von Charles Lanrezac

    Oh, das sind ja 600 km / 5,5 Stunden Anfahrt mit dem Auto. Wo ist denn da der nächste Flughafen?


    Könnte man so ein Treffen nicht in einer grösseren Stadt machen? Oder wenigstens nahe einer solchen? Dann könnte ich nämlich das Ganze mit einer Städtereise kombinieren.

    Diese Machwerke hinterlassen bei mir den Eindruck, dass sich alles um Geschlechtsverkehr dreht und es sich folglich um Unterhaltungs-"literatur" für Proles handelt. Meine Ansprüche an Texte sind höher; unglücklicherweise kann ich keine adäquate Literatur auf besagter Webseite finden. Bitte korrigieren Sie mich, falls ich falsch liege und überzeugen Sie mich, dass Sie kein Pornokrat sind, geschätzter Lord Reis.

    Also meines Erachtens muss man auch nicht den Doktor machen. Wer mit gesundem Menschenverstand simuliert, wird sowieso alles richtig machen. Es geht einfach darum, dass nicht plötzlich irgendwelche völlig unwahrscheinliche Sachen auftauchen.


    Als Beispiel gebe ich die Straliensimulation. Da war zwischen mir und dem Stralienspieler abgesprochen, dass ich mit dem Schwarzen Hahn auf der Insel Geelong lande, dieses besetze, dann blitzartig aufs Festland übertrete und dadurch Stralien in den Grundfesten erschüttern würde, was dann Astor und Dreibürgen vermutlich zu einem Kriegseintritt bewogen hätte. Das war unser gemeinsamer Simoff-Plan. Aber kaum war ich auf Geelong, riegelte mich der Stralienspieler (!) mit einer Luftwaffe und Marine ab, die nirgendwo aussimuliert war und die sich das bitterarme Stralien gar nicht leisten konnte. Ausserdem war es so ja gar nicht abgemacht. Die Zeit, die ich benötigte, um mich sowohl SimOff als SimOn zu fassen und den Mund vor Erstaunen wieder zuzubekommen, wurde dann natürlich vom Astor-Militärspieler (Steve McQueen) genutzt, um mich sofort auf Geelong in der Luft und zur See abzuriegeln und zack war der Schwarze Hahn auf einer Insel gefangen. Für Aussenstehende, welche die Interna nicht kannten, stand ich dann mit meinem Groll noch als schlechter Verlierer da ...

    Einen Lehrgang finde ich jetzt etwas übertrieben. Was es braucht, sind:


    a) gesunder Menschenverstand;

    b) rudimentäre (nicht: komplizierte!!) Regeln. Gut finde ich diejenigen des Grafen Düsterstein;

    c) einigermassen realistisch ausgestaltete Streitkräfte. Das bedeutet, dass die Streitkräfte im Rahmen der Bevölkerungszahl und eines realistischen BIP/Einwohner ausgestaltet sind. Ausserdem soll die Ausgestaltung für die Gefechtssimulation abschliessend sein, damit nicht aus dem Nichts plötzlich D-Day-Landekapazitäten da sind, mit denen ein Gegner vorher nicht rechnen musste/durfte.


    Grundsätzlich ist weniger mehr. Lieber mit bescheidenen Streitkräften interessante Simulationen als Powergaming (wenn möglich noch mit aus dem Hut gezauberten Streitkräften). Es ist selbstverständlich, dass grosse Staaten auch ein grosses Militär haben können.


    Ein ganz miserables Beispiel, bei dem alle drei oben genannten Grundsätze krass verletzt wurden, sehen wir hier. Wer so simuliert, ist MN-gesellschaftlich tot.

    Ich hab jetzt in deinen Beiträgen gesucht und in der Sache nur Hinweise mit Links auf nicht mehr existente Foren gefunden. Daher nein, hast du nicht :P

    Super ... alles weg. Ok.


    Was eine WarSim betrifft, werden wir schon wieder irgendwann mal Gelegenheit dazu haben. Mir scheint, dass viele diesbezüglich gute Spieler noch in den MNs vorhanden sind: du Gried, dann Long Ju, auch Westplate, bei den Dreibürgenern ein paar ... das Potential ist schon da. Da wir alle sehr beschäftigt sind, dauert es halt etwas länger als früher, bis wieder mal was kommt.


    Ich hatte bis jetzt meiner Erinnerung nach nur mit einer Person in einer WarSim massiv Mühe und das war eben der Stralienspieler. Kurz nach Beginn der Sim entwickelte ich ihm gegenüber eine persönliche Abneigung, weil er sich in keiner Weise wie selbstverständlich an den vereinbarten Rahmen hielt (welcher nur ihm und mir bekannt war) und Karnickel aus dem Hut zauberte. Ich fühlte mich in zehn Jahren MNs noch nie so verarscht und das schlug sich in einer starken Antipathie ihm gegenüber nieder. Er wird das anders sehen und vielleicht bin ich auch ein viel zu nachtragender Arsch, wie auch immer, manchmal funktioniert halt die Chemie nicht.


    Einen sofortigen Abbruch mache ich, wenn die Vorstellungen bezüglich einer WarSim diametral auseinanderlaufen. Das hatte ich in Aquatropolis mit Lady Enigma und in Bengali, als sich der Kushite einmischte. Aber sonst war ich eigentlich meistens zufrieden. Auch den Androspieler empfand ich als angenehm.

    Seinerzeit fand ich das in Stralien etwas anstrengend. Einzig der Spieler hinter Stralien selbst bekam keinen Wutausbruch als die Pläne nicht aufgingen und ein anderer Spieler einen Trumpf ausspielte. Es geht auch bei militärischen Sims nicht ums Gewinnen, sondern eine tolle Sim für alle Teilnehmer. Dazu gehört aber auch mal zurückzustecken und zu verlieren (oder gewinnen zu lassen).

    Die Straliensimulation wurde eben gerade durch Powergaming seitens des Stralienspielers verdorben.