Beiträge von Faantir Gried

    Ich bin nicht unwesentlich Schuld an der Gründung dieses Ablegers, daher würde ich meinen Fehler sehr gerne ausradieren, indem diese völlig überflüssige Organisation über den Jordan geht. Die einzige Chance, die das IMC hätte, wäre es, eine Karte mit Klima und Maßstab zu erstellen, auf der die Kulturen und das Klima nach ihrer realen Verteilungen in den MNs zu finden sind. Also müsste es einen gewaltigen germanischen Kulturraum im gemäßigten Klima geben. Da der Vorschlag von mir kommt, wird er eh nie umgesetzt werden.

    Da ich gerade dabei bin, kann ich gleich den Taladismus mitvorstellen. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht an dieses Geisterzeug glaube und daher wohl auch kritischer urteilen werde.


    Der Taladismus ist eine Mischung aus Vorstellungen des Tempelkults, des katholischen Christentums und älterer schamanistischer Traditionen. Seine vorerst endgültige Form fand er 2005 n.T.(lies nach Timor, futunische Zeitrechnung mit Hinweis auf die heilige Geburt des Schahtums Futunas, die von den Christen wegen der heiligen Geburt kopiert wurde, obwohl ihr komischer Stifter 6 Jahre zuvor bereits geboren wurde) mit Festsetzung einiger Grundregeln im Codex Taladas. Im Taladismus gibt es eine unbeschreibliche Gottesmacht, aus der alles kommt und alles erwächst. Diese Gottesmacht wird nicht direkt verehrt, stattdessen richtet sich der Fokus des Glaubens auf das auch im Tempelkult heilige Leben. Der Taladismus feiert das Leben und das Leben in Gemeinschaft. Realistischer Umgang bestimmt seine Lehre, so wird die Ehe beispielsweise nicht als ewig betrachtet, da der Mensch eben noch nicht so perfekt wie ein Geist ist.


    Die Gemeinschaft ist alles für den Taladismus, daher ist auch die religion selbst immer für die Gemeinschaft da. Die Kirche wirtschaftet selbst, um die Gemeinschaft zu unterstützen und Frieden, Freiheiten und Wohlstand zu fördern. Sie ermuntert auch fähige Gläubige im Staat für diese Ziele zu kämpfen, wobei der Glauben selbst eher durch Beispiel verbreitet werden soll, als durch Mission. Als Leiter der Gemeinschaft fungieren die Schamanen, die mit den Vertretern der Gottesmacht, den Geister vom Walde und der See kommunizieren können, indem sie sich mit einer Mischung dreier Teesorten in eine Trance versetzen. Diese Geister sind zeitgleich unsere Ahnen, denn mit dem Tode wird man nach Geschlecht den Geistern zugeordnet und empfängt die unendliche Weisheit der Gottesmacht, wodurch einem die eigenen fehler im Leben offenbar werden und man danach trachtet, die Menschen über die Schamanen weise anzuleiten.


    Die Struktur des Taladismus ist hierarchisch aufgebaut, an der Spitze steht der Rat, in dem alle Pontifizes Maximi vertreten sind. Hierbei ist zu sagen, dass alle Priester beiderlei geschlecht haben können, da alle Menschen die gleiche Befähigung zum Glauben haben. Für regionale Strukturen sind Matriarchen und Patriarchen zuständig, um die Gemeinden kümmern sich Schamanen. Rituale finden in der freien Natur, dem Sinnbild des Lebens statt. Tempel oder Kirchen gibt es im Taladismus nicht. Zuletzt ist noch zu sagen, dass es möglich ist, gleichzeitig einem anderen Glauben anzugehören, solange dieser dem Taladismus nicht widerspricht.

    Ich stelle hier nun den futunischen Tempelkult vor und will auch für diesen Glauben werben. Zum einen ist er über viertausend Jahre alt und trotzdem moderner als viele jüngere Religionen. Der Tempelkult ist dualistisch aufgebot, die beiden obersten Götter sind Zwillige, wobei Angra Mainyu die Welt verderben will, während Ahura Mazda sie beschützt. Dieser Kampf währt ewig, das heißt, es gibt kein Weltenende wie in anderen Glaubensvorstellungen. Angra Mainyu gebietet über die Daevas, sieben Erzdämonen, die Verderber der Menschen. Dem gegenüber stehen die sieben Amesha Spentas, die Unsterblichen Heiligen Ahura Mazdas. Ansonsten gibt es noch eine Menge niederer Götter.


    Wenn du in deinem Herzen glaubst, bist du ein Gläubiger, ansonsten eben nicht. Abgaben sind nicht fällig, da die Religion sich nicht am Gläubigen bereichern sollte, sondern sich der Gläubige an der Religion. Es gibt im Tempelkult auch nur eine einzige Ketzerei und diese ist es, den Schöpfer anzubeten, den Vater der obersten Gottheiten. Feste werden individuell gefeiert, ob allein, mit Freunden oder Familie oder in der Gemeinschaft. Die Verschiedenheit macht uns aus und sollte gefeiert werden.


    Es gibt im Tempelkult Priester, die jedoch meist nur Anleiter und Lehrmeister sind, den Weg kann man letztendlich aber nur im Herzen finden. Eine einheiliche Vorschrift für Riten und Gebräuche existiert nicht, da diese Regeln zu starr wären. Das Oberhaupt des Tempelkults ist die Prophetin, die Stimme der Götter. In Futuna ist die Prophetin neben dem Schah zweites Staatsoberhaupt.


    Der Tempelkult verteidigt die Menschenrechte als göttlich gegeben. Zudem ist ihm das Leben in all seinen Formen heilig, jedoch kann ein gutes Leben nur in Liebe und Freude gelebt werden, weswegen man beispielsweise beim Abtreibungsrecht liberale Einstellungen vertritt. Stirbt jemand, so muss er eine Brücke überqueren, um in das Reich des Weisheit und des ewigen Friedens zu gelangen. Je mehr finstere Taten man im Leben beganen hat, um so schmaler und wackliger wird die Brücke. Wer von ihr fällt, stürzt auf ewig im wahnsinnigen Fall in die Abyss.

    Wieso muss ich das? Du hast diese Hypothese aufgestellt, also liegt es an dir, sie auch zu beweisen. So arbeitet jedenfalls die Wissenschaft.

    Ohne Beweis sehe ich eine solche Behauptung als haltlose Anschuldigung an, die man zurücknehmen muss. Etwas anzunehmen, heißt nämlich nicht, dass es so ist.

    Ich bin Faantir Gried, ursprünglich 2003 im April durch Zufall in die MNs gekommen. Ich weiß es echt nicht mehr wie. Dort bin ich sofort in der Republik Hedonesia als Tizian Rèvat gelandet, deren Ableger durch Streit auch Futuna letztendlich ist. In meiner Frühzeit war ich in vielen MNs und habe auch einen Haufen Fehler gemacht. Die ID Faantir Gried ist die erste, die ich allein für die MNs erstellt habe, die meisten meiner anderen IDs stammen aus anderen Machwerken von mir selbst.


    In meiner Frühzeit habe ich mich allein mit Kultur und Ausgestaltung beschäftigt, war auch recht schnell Kultur- und Umweltminister in Hedonesia. Meine ersten Gehversuche in der Außenpolitik waren desaströs, aber ich denke, jetzt beherrsche ich sowohl MN-Diplomatie als auch Ausgestaltung ziemlich gut.


    Auch ich habe mich mal mit MN-Gründungen versucht, doch meine Konzepte waren zu anspruchsvoll. Vom Megakonzern, wo sich die Stimmrechte über den Fleiß innerhalb der WiSim berechneten, bis zur Adelsföderation mit religiösen Konflikten war alles dabei. Letztendlich ist es mir dank Futuna gelungen, eine Menge Ideen umzusetzen, auch wenn die wohl beste Idee vom Gründer selbst kam, wie ich neidlos anerkennen muss.


    Mit 22 gehöre ich wohl zur Altersklasse, zu der der Großteil der MNler gehört.

    Ich will mal die Flexibilität einer MN kurz am Beispiel Futunas demonstrieren. Am Anfang August 2003 bis Januar 2004 war Futuna bis auf die Amtsbezeichnungen eine x-beliebige konstitutionelle Monarchie, nur dass es eben schon vor der Gründung eine Gemeinschaft gab. Die ganzen Elemente, die jetzt Futuna derart anders machen sind Produkte der Periode von Februar 2005 bis September 2006. Es ist der klassische Beweis dafür, dass man eine ältere MN eben doch umgestalten kann. 2005 hat sich der Staatsaufbau etwa dreimal geändert, 2006 ein letztes Mal. Und es kam zu keinem wirklichen Bruch, alles ließ sich logisch evolutionär einbauen.


    Von daher zieht bei mir kein Argument, dass ältere MNs in ihren Strukturen verkrustet sind.

    Nun, wenn man die MNs unbedingt weiter spalten will, dann sollte man mit der Schiene sicherlich weiterfahren. Dann muss aber das Motto weg, sonst ist es blanker Hohn.