Beiträge von Faantir Gried

    Hat so nicht jeder mal angefangen?


    Ich will jetzt nicht angeben oder so, aber meine erste ID Tizian Rèvat in Hedonesia hatte nur mein damaliges Interesse an Umweltprojekten mit mir gemein. Und mein allererster Charakter in DSA war ein Waldelf, der sich jede Menge Ärger mit den Geweihten eingehandelt hat - gut, in der Hinsicht war er zumindest ein Stereotyp. Aber kein Charakter bildet in irgendeiner Weise meine reale Person irgendwie ab, das wäre mir zu langweilig.

    Deswegen verstehe ich diesen Thread eher als ehrliche Frage: Wäre das eigentlich überhaupt nötig gewesen? Und wenn ja, was ist eure Motivation dahinter, warum ist euch das wichtig? Bringt es Vorteile für das Spiel? Ich bin nur insofern "Alt"-Fraktion (um Ingas Worte zu benutzen), dass ich persönlich die zweite Frage ehrlichgesagt nicht beantworten kann, denn mir hätte es auch nichts ausgemacht, wenn er auf einmal "Hallo, hier bin ich" dagestanden wäre.


    Schade, dass von denjenigen, die es beantworten könnten, weil sie tatsächlich Wert darauf legen, nicht viel mehr als "du machst es falsch" kommt.


    Das ist in meinen Augen sogar schlimmer als die Nichtrollenspieler in Astor: Jemand, der Rollenspiel und seine kleinen Feinheiten nicht einmal verstehen kann und alles auf das Minimum reduziert. Da ist doch auch gerade der Reiz zu finden. Ja, das ist mir wichtig. Und was genau sind denn Vorteile in einem Spiel? Liegen die nicht im Auge eines Betrachters?

    Das erinnert mich an die Neuenkirchner. Harms (der seltsame Kaiser) meinte mal zu mir, es wäre krankhaft, überhaupt simulieren zu wollen. Das hatte schon soziopathische Züge mit dem und seinem "Freund": Krankhaft verlogen, Macht über alles, kein Verantwortungsgefühl, keine Empathie, unbedingte Selbstbelohnungslust und übersteigertes Selbstwertgefühl. Personen ohne Wert wurden fallen gelassen. Nach diesen "Enthüllungen" habe ich die beiden sabotiert, wo ich nur konnte. Gruseliges Pack.

    Das ist eben wie ich Fantirs und DeRossis Andeutungen verstanden habe. Es handelt sich dabei aber natürlich um meine Interpretation, nicht um das, was die beiden meinten.


    Kreativität war in dem Fall wirklich nur auf die Diplomatie bezogen. Ich hätte in Astor nicht mitgespielt, wenn ich die Kreativität dort bezweifelt hätte. Es gehört auch Phantasie dazu, einen möglichst genauen US-Ableger auf die MN-Welt umzumünzen. Am Ende nervte mich nur die mangelhafte Trennung dort; nach Gefühl spielt ein Großteil dort sich selbst als VS-Politiker und sieht Rollenspieler wie Wells oder mich als Sonderlinge, die "nicht dazugehören".


    Jónas Sigurðsson: Ich habe ja durchaus mit dem Gedanken gespielt, die futunischen Blutgesetze als Verfassungsersatz im Sinne der englischen Geschichte zu verwenden. Aber Futuna ist ja sowieso ein Patchworkstaat. Ich bin immer noch gespannt, ob es sich als vollwertiges Forenrollenspiel mit MN-Anteil lohnt.

    Ich sehe die Art nicht. Ich glaube mehr, du willst sie so sehen, weil es dann deiner Ansicht nach deine Position untermauert. Die Art der Diskussionsführung finde ich schwach und habe sie so nicht von dir erwartet. Auch dass du meine gesamte Einstellung zum Spiel ablehnst, habe ich aus diesem Thread zum ersten Mal erfahren. Aber naja, MNs sind ja sowieso nichts für sanfte Gemüter.

    Ich würde diese These erst gerne einmal bewiesen sehen, bevor ich sie diskutiere. Ich sehe nähmlich keine Rückentwicklung in dem Sinne, mehr ein Schwinden der Spieler, weil sie unterhalten und genießen, aber nicht mehr selbst schaffen wollen.

    Meine Fragen waren nicht rhetorisch. Ich sehe aber, dass es offenbar ein Problem mit dem Verständnis meiner Postings gibt; daher werde ich zukünftig in Diskussionen mit deiner Position zusätzlich erklären, wie es genau gemeint ist, damit keine Zweifel aufkommen. Im Simoff jedenfalls.

    Deine Wahrnehmung der MNs sei dir unbelassen, aber bedenke, dass es nicht die einzig wahre Wahrheit ist, sondern lediglich deine Ansicht. So wie es Leute gibt, die deine Ansicht teilen, gibt es auch Vertreter anderer Ansichten, die ebenso ihre Legitimation haben.

    Ich sehe darin überhaupt keine Wahrheit, sondern lediglich eine Meinung. Sind wir Theologen, dass wir jetzt die Wahrheit festlegen wollen?

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    Für dich ist es ein Rollenspiel - dann sei es so. Kann es ja ruhig sein, es behindert mich nicht darin, wie ich die Sache angehe.


    2003 gab es noch immer massenhaft "Ferienstaaten", am Rande erwähnt. Erinnert sich noch jemand an Trefcon oder die SLR?

    Und Ferienstaaten schließen in einer Freizeitbeschäftigung Rollenspiel aus?

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    Du sagt, die MNs hätten sich "weiterentwickelt", ich sage eher, sie haben sich einfach "entwickelt". Denn wir dürfen nicht vergessen: Die ersten MNs gab es um 1998/1999 herum, Pottyland war damals (Gründungsjahr 2002) ein "Neuling" neben Veteranen wie Moncao, Bananaworld, Kling, Ratelon, Astor, Wolfenstein, Tir und Co.

    Und Astor und Ratelon waren Vertreter deiner Art von Diplomatie?

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    Was ich damit sagen will: Es gab schon immer Intrigen, Gerüchte, interessante Szenarien - und es gab schon immer Staaten, bei denen der Spaß im Vordergrund steht, weil sie genau auf so etwas schlicht keinen Bock haben. Nichtsdestotrotz haben wir mit der DfA in der Freilandkrise neben vielen anderen Staaten gehandelt, Kyrolonien für Annektierungsversuche gescholten und nebenbei das Forum Tran-siens zusammen mit Minister Hall zugespammt.

    Und genauso gab es schon immer Staaten, die auf reinen Spaß keinen Bock hatten ;)

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    Möglich ist so vieles, aber dazu muss man sein Weltbild auch entsprechend öffnen und - um mit den von dir gewählten Begriffen zu arbeiten - flexibel und informiert vorgehen.

    Das geht in beide Richtungen, sicher. Aber ich habe mit allen Varianten lange genug zu tun gehabt.



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    Die Biersim (danke, Inga :) ) ist ein wunderbares Beispiel: Viele Staaten wollten einen simulierten Wirtschaftskreislauf haben, eine WiSim. Das passte auch zu vielen Staaten - nicht aber zu Pottyland, also gab es bei uns etwas Passendes in Form der BierSim (die noch immer funktioniert ;) ).


    Die "realistische" Herangehensweise bei Besuchen offizieller Gesandter passt auch zu vielen Staaten. Aber sie passt eben nicht zu allen. Und da möchte ich eben ansetzen, um auch die Erwartungshaltungen kennenzulernen.

    Nach meinen Erfahrungen hat jeder Staat seine eigene Methoden (Plural, da es auch auf verschiedene Spieler ankommt, je nachdem wer da gerade aktiv ist), das lässt sich schwer verallgemeinern.

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    Manche möchten unbedingt die "realistische" Herangehensweise haben - andere haben kein Problem damit, das Prozedere abzukürzen, wenn das Formelle nicht zum Gast/Besucher passt.

    Und dazu habe ich jetzt schon einige sehr verschiedene Meinungen gehört, die alle sehr aufschlussreich sind.

    Was nur meine Argumentation unterstützt.

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    Wie deRossi schon sagte: Diplomatie hat heutzutage einen ganz anderen Stellenwert als "damals". Wenn sie wirklich weniger wichtig geworden ist, interessiert es mich erst recht, warum man ein gewisses Protokoll für so wichtig hält.

    Das passt für mich nicht zusammen, dieses "Diplomatie... joa, kann man machen, muss man aber nicht. Aber wenn, dann richtig!".


    Das passt schon, da Spieler rarer sind und Aktivität im eigenen Staat wichtiger ist als woanders. Das bedeutet nicht, dass man seine Simansprüche dann gleich über Bord werfen muss, wenn jemand vorbeikommt. Diese Erwartungshaltung finde ich um ein Vielfaches unpassender.

    Ich sehe in meinen Aussagen keine Unsachlichkeit. Ich sehe nur nicht, dass es diese ursprüngliche Art jemals wirklich gab. Es ist nämlich in erster Linie deine Art und im geringeren Maße die von Tir, Wolfenstein und Kaputistan. Also die Art der Dreifalten Allianz, die von dir dominiert wurde, und die der südlichen sozialistischen Staaten. Dass sie einmal allgegenwärtig war, liegt darin begründet, dass du sie überall so verbreitet hast. Natürlich gab es dabei Abfärbung und wie ich in Turanien anführte, habe ich mich anfangs daran orientiert. Es ist ein wenig der Versuch gewesen, Erfolg zu kopieren. Nun, wir waren alle mal jung und naiv.


    Auf der alten BIK, IOK und OIK war der Süden weit entfernt und halt mit oben genannten Staatensammlungen belegt. Der Nordkontinent war dagegen ein immer heißeres Pflaster voller Intrigen, wechselnder Interaktion und unzähligen Staaten. Wenn ich abends aus der Uni kam, haben ICQ und Foren geglüht. Es gab immer was zu tun und neu zu verhandeln und zu regeln. Druck lässt mich immer aufblühen. 2003 hatten sich die MNs aus ihren Anfängen befreit und fingen an, sich weiterzuentwickeln. Mag sein, dass Du die Frühzeit der MN-Diplomatie warst, aber die Sim ist reifer und erwachsener geworden. Sie bietet mehr Ansätze als nur Blödeln und Spaß in der Freizeit. Klar kann man mit den Kindern immer mal Massel, Sagaland oder das Verrückte Labyrinth spielen, aber vielleicht will man mit ihnen als Erwachsenen auch Arkham Horror oder Warhammer Fantasy Battles genießen.


    Die MNs sind vielleicht ein buntes Kinderspiel für dich, ich sehe sie als seichtes RP mit mehr oder weniger fähigen Rollenspielern (gutes Merkmal finde ich immer eine stringente Trennung zwischen VL und RL). Ich finde Rollenspiel im Sinne knallharter Staatssimulation mit ein wenig Humor und viel Zynismus halt reizvoll und nicht nur Rumblödeln mit Alkoholjubelei ohne auf die realistischen Folgen mit Leberschäden, Kontrollverlust und psychischen und physischen Abhängkeiten einzugehen.

    Wieso provokant? Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass du die aus Terek#Nor gebildete ernsthaftere Sim ablehnst und wohl auch nicht mittragen magst. Und natürlich darauf, dass Pottyland an einer Stelle liegt, die wirtschaftlich und militärisch durchaus strategisch bedeutsam ist. Ist das provokant?

    Vielleicht sollte ich mal Pottyland besuchen. In Anbetracht der Lage Pottylands auf der Weltkarte dürfte das in Spaß ausarten. Allerdings weniger den, welchen Reis scheinbar überall produzieren will. Aber ob er das Echo vertragen kann oder nur seine Art der Sim überall aufdrängen will? Aus realistischen Gründen müssten wir ja Pottyland die Türen einrennen. Wird Zeit für das Flugzeugträgerwettrennenjubiläum in Pottyland 2020.

    Quatsch mit Staatsbesuchen ist vor allem ein gutes Thema wenn man folgende Wahrheit bedenkt:


    Ein Staatsbesuch ist der Besuch eines Staatsoberhauptes in einem anderen Staat in seiner Funktion als Staatsoberhaupt.


    Deswegen habe ich immer jede Menge Spaß, wenn das mal wieder falsch gemacht wird. Entsprechend kann man die jeweiligen Personen wegen Amtsmissbrauch oder die Staaten wegen Verfassungsbruch heranbekommen. Wenn sie ihre eigene Verfassung missachten, warum soll man das als Ausländer nicht auf einfach?


    Ansonsten passe ich mich der Situation an. Ich stelle folgende Überlegungen an:


    1. Was will mein Staat hier erreichen?

    2. Wie kann ich mein Gegenüber überzeugen, dieses Ziel mitzutragen (wenn es nicht gerade darum geht, diesem ein falsches Bild zu vermitteln, damit er anders agiert)

    3. Wie würde der jeweilige Charakter, mit dem ich gerade simuliere, die Situation meistern.


    Manchmal reicht es auch, dem Gegenüber, ob nun Staat oder Person, einen Haufen Blödsinn an den Kopf zu werfen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder zu verschleiern. Ich lese etwa gerne in der Ausgestaltung der Staaten herum, um Ansätze zu finden, die als Hebel dienen können. Beleidigungen gehören genau so zum richtigen Duktus wie das Finden von Kompromissen. Manche Staaten kann man nur damit hervorlocken, indem man sie lächerlich macht.


    Flexibilität, Informationen und Kreativität gehören für mich zum idealen Rüstzeug eines MN-Diplomaten. Menschen lieben durchaus Abwechslung in ihrer Freizeit und sie mögen es, wenn man ihnen ihre eigenen Ideen neu erzählt und darauf eingeht, auch wenn man die Themen dann schnell fallen lässt.

    Naja, grundsätzlich würde ich wie De Rossi sehen. Ich hatte nur das Gefühl, dass wir uns mit dem Thread und in den Foren in die Falle verrennen, dass alle Fronten so verhärtet sind, dass ein Kompromiss und auch nur der Gedanke daran unmöglich sind. Ich finde nun hat man eine zumindest theoretische Grundlage, auf der man auch später noch agieren kann, ohne sich durch wochenlangen Streit zu einem vetogespickten Showdown bei der CartA einzufinden, bei dem der Ausgang ungewiss wäre und hinterher sowieso niemand mehr miteinander simulieren will. So besteht zumindest die Chance, dass man dem nicht völlig ablehnend gegenüber steht, auch wenn die verschiedenen Spielerschaften aus zwei verschiedenen der drei großen Kreise kommen, die mitunter über Jahre nur mit sich selbst simulieren/simuliert haben und in der Regel wenige der Interessen der anderen Spielerschaften teilen. Klar sind das keine monolithischen Blöcke, aber man erkennt seine Pappenheimer zumindest theoretisch.


    Viele Anknüpfungspunkte sehe ich immer noch nicht, aber vielleicht irre ich mich ja auch. Ich bin ja nur ein mieser Zyniker. So vermeiden wir vielleicht einen miesen Kartenstreit, in dem alle verlieren und der Spielspaß in der Freizeit kostet.

    Wer ist dieser Senhor Gogle, von dem hier die Rede ist? Oder meinem Sie das internationale Rechnernetzwerk, auf dem der Fratzenfoliant und dergleichen mehr laufen?


    Soll das jetzt ein unreifer Scherz werden? In einem Thread der "Mittelmeerstaaten" heißt und in dem man selbst von Portugal und Identität spricht, jetzt auf einmal so zu tun, als ob es nicht alles längst simoff ist, spricht für ein doch sehr janusköpfiges Gemüt.

    Lass mich wenigstens dazu raten, die Verhandlungen (nach einer kurzen Abkühlungsphase) in einem intimen Rahmen zu führen. Dieses Format, der öffentliche MdN hat noch nie wirklich bei solchen Dingen geholfen.

    Da gehe ich völlig mit. Vielleicht könnten ja die Barnstorven die Betroffenen vor der Eintragung in ihrer Forum einladen. Das scheint mir der vernünftigste Ort zu sein.