Gemeinsame Simulation

  • Oh, aber es erklärt so großartig dein gesamtes Verhalten, zum Beispiel auch jüngst bei der CartA. Die Selbstgespräche zwischen zwei deiner IDs, die großen Ankündigungen von angeblich geplanten Projekten, die blödsinnigen Umstellungen, so dass die CartA unübersichtlicher denn je ist, die Missachtung der Regeln, die unsachgemäße Kritik. Eigentlich kann man die Liste unendlich fortführen. Da müsste man die Unwahrheit wahrlich und fürwahr unglaublich lange suchen.

  • Da ich durch Deine Ausführungen immer noch nicht weiß, wer Dich bezüglich des IR mit was befruchtet hat, kann ich den Unfuggrad natürlich nur abschätzen, möchte Dir aber ans Herz legen, auch mal die Sicht der anderen einzunehmen, dann würdest Du vielleicht darauf kommen, dass es für einen Antrag wichtig sein könnte, welche Vetonationen es noch gibt und welche nicht. Mein Gefühl, dass Du aber lieber auf dem beharrst was Du meinst und findest und das Du sowieso der Hort aller Weisheit bist, beginnt sich im Übrigen zu verfestigen.

  • Ich bezog mich offensichtlich auf die selbstherrliche Eröffnung einer Diskussion in der Vollversammlung unter Missachtung der Regeln wie du sehr wohl weißt. Aber auch dieses Verhalten wurde mir vorhergesagt.

  • Wie wäre es mit einem Kongreß über die Grundzüge des Völkerrechts?


    Wobei ich (angesichts hundsmiserabler Erfahrungen damit, sobald das ganze ein Politikum wird) fast - wenn nicht eher stark - davon abraten würde, dazu Regierungsvertreter einzuladen, sondern eher Inhaber entsprechender Lehrstühle für Staatsrecht u.ä.

  • Gemeinsame SIM an Handelsbeziehungen finde ich tatsächlich spannender. Kein vernünftiger Mensch bekriegt seine eigenen Kunden.

    Das einzige was in einem lebenden Organismus beinahe unbegrenzt wachsen kann, ist die Krebszelle.

  • Das Problem an Handelssimulationen ist meines Erachtens, daß man dazu Import- und Exportstatistiken bräuchte (soweit vielleicht noch mit etwas Fleißarbeit zu lösen), aber dann kommt das Problem, daß dann vielleicht jeder schrauben muß, daß es unterm Strich ausgeglichen ist. Das wird aber nicht jeder wollen, dann kommt das Problem der Weltmarktpreise (was ist eine Tonne Weizen wert, was eine Tonne öl usw.) und noch schlimmer, wenn dann plötzlich eine MN neu hinzukommt oder geht, oder jemand gerne seine Ausgestaltung massiv ändern würde, dann paßt nichts mehr.


    Vom Prinzip interessant, aber nur schwer zu einem allgemeinen System auszubauen.

  • Bilateral ist es natürlich durchaus machbar. Zumindest wir simulieren nicht "Wir haben Getreide", sondern sagen, wieviel davon. Und wenn wir ausverkauft sein sollten, sind wir eben ausverkauft und können nichts mehr liefern. Der nächste Verkäufer könnte also den Preis erhöhen.

    Das einzige was in einem lebenden Organismus beinahe unbegrenzt wachsen kann, ist die Krebszelle.

  • Dann hast Du aber das nächste Problem:


    Wenn das, was alle zusammen haben nicht ausreicht, ist dann Krieg, weil man sich das fehlende Getreide ja besorgen muß, oder simuliert man, daß halt Millionen in einem Land ohne ausreichend Anbauflächen verhungert sind?


    Könnte aber natürlich auch umgekehrt sein, jeder hat so viel, daß die Agrarstaaten sich nicht mit benötigten Industriegütern versorgen können, weil sie ihr Getreide nicht loswerden.


    Meines Erachtens sind nicht zuletzt solche Probleme (unerwünschte Konsequenzen) der Grund, warum sich keiner so recht darauf einlassen will. Da bräuchte es einfach die ordnende Hand, die sicherstellt, daß sich alles mehr oder weniger im erwünschten Rahmen bewegt.

  • Es sei denn, der Agrarstaat hat einen Interaktionspartner, der froh ist, seine Industrieprodukte zu verkaufen und selbst Lebensmittel braucht.

    Das einzige was in einem lebenden Organismus beinahe unbegrenzt wachsen kann, ist die Krebszelle.

  • Wenn wir davon abkommen, dass Land A "Alles hat" und Land B "auch alles hat",

    Mir kam da gerade die fuchsische Ressourcenkarten in den Sinn :D da ist gefühlt auch alles drauf.

    "Ist es denn wirklich so, dass wir jeden Dreck, der vom Westen kommt, nu kopieren müssen? Ich denke, Genossen, mit der Monotonie des OIK-Bashings, und wie das alles heißt, ja, sollte man doch Schluss machen" Walter Albrecht

  • Es sei denn, der Agrarstaat hat einen Interaktionspartner, der froh ist, seine Industrieprodukte zu verkaufen und selbst Lebensmittel braucht.

    Gut, soweit es Dir nur um konkrete Vertragspartner geht und nicht um das Große und Ganze, dann sollte das natürlich unproblematisch sein.


    Ich hatte das jetzt so verstanden, daß (möglichst) der Welthandel abgebildet werden soll.


    Wenn wir davon abkommen, dass Land A "Alles hat" und Land B "auch alles hat",

    Mir kam da gerade die fuchsische Ressourcenkarten in den Sinn :D da ist gefühlt auch alles drauf.

    Deutschland hat eigentlich auch sehr viel, bloß manches eben sehr unzureichend oder zu horrenden Förderkosten. Die 2% unseres Ölverbrauchs (oder so), die wir fördern sind halt nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

  • Es sei denn, der Agrarstaat hat einen Interaktionspartner, der froh ist, seine Industrieprodukte zu verkaufen und selbst Lebensmittel braucht.

    Auch nur unrealistische Utopie, da das zu einem Gefälle anderer Art führt. Verarbeitete Produkte sind nunmal allein durch das Verfahren teurer, so dass der "Agrarstaat" in ein Handelsminus gerät. Also kann es sein Ziel nicht sein nur einen oder zwei Partner zu haben.

  • Es sei denn, der Agrarstaat hat einen Interaktionspartner, der froh ist, seine Industrieprodukte zu verkaufen und selbst Lebensmittel braucht.

    Auch nur unrealistische Utopie, da das zu einem Gefälle anderer Art führt. Verarbeitete Produkte sind nunmal allein durch das Verfahren teurer, so dass der "Agrarstaat" in ein Handelsminus gerät. Also kann es sein Ziel nicht sein nur einen oder zwei Partner zu haben.

    Da wäre ich mir jetzt nicht so sicher, das setzt nämlich voraus, daß der Agrarstaat entweder nicht seine gesamte Produktion bei seinen Partnern absetzen kann oder über seine Verhältnisse lebt.


    Ein Agrarstaat ist wohl in der Extremform auf zwei Weisen vorstellbar:


    Entweder extrem geringe (vormoderne) Arbeitsproduktivität und dann kann er sich schlicht nicht leisten, große Importe vorzunehmen und er braucht und tut es auch gar nicht, weil die Bauern eher von Subsistenzwirtschaft leben und nur ein wenig dazukaufen.


    Oder: Der Staat ist extrem dünn besiedelt hat aber eine industrialisierte Landwirtschaft (mit entsprechend wohlhabenden Landwirten) und produziert ein Vielfaches seines Eigenbedarfs. Klar, dieser letztere Staat müßte viele Abnehmer haben (gemessen an seiner eigenen Bevölkerungszahl), um teure Landmaschinen und Konsumgüter einführen zu können, ohne sich zu verschulden.


    Die Frage ist letztlich wie viele weitere Menschen ein beschäftigter in der Landwirtschaft ernähren kann.


    PS: Wobei vermutlich nur einige oder wenige Staaten sich darauf einlassen dürften, all ihre Agrareinfuhren von einem Lieferanten besorgen zu lassen. Kommt dann wohl nicht zuletzt darauf an, wie viel der Agrarstaat loswerden will/muß. ;)

  • Unser Land ist zwar nicht extrem dünn, aber dünn besiedelt. Aus der Lameng sage ich mal 54 Bewohner auf einen Quadratkilometer. Und unsere Landwirtschaft ist modern, gerade WEIL sie auf angeblich moderne, aber die Böden auslaugende Methoden verzichtet. In so fern ist unser Reich, von der Denkungsweise her, überhaupt nicht westlich. Und nicht östlich, nicht nördlich, sondern extrem südlich. Also eigenständig. Ebenso eigenständig entwickelt wie Futuna und dennoch ganz anders. Moderne, wie wir sie verstehen. :P

    Das einzige was in einem lebenden Organismus beinahe unbegrenzt wachsen kann, ist die Krebszelle.

  • Also mal grundsätzlich:


    Um Auslaugung geht es mir nicht, sondern um die Frage, wie viel menschliche Arbeitskraft je Fläche oder Produktionsausstoß eingesetzt wird.


    Ein Agrarstaat ist nach meiner Auffassung ein Staat in dem mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen (vielleicht muß man da heute aber etwas tiefer stapeln) in der Landwirtschaft arbeitet.


    Wenn man jetzt mal davon ausgeht, daß eine moderne Landwirtschaft wie in Deutschland mit ich glaube weniger als 1% der Beschäftigten quasi das ganze Volk ernähren kann und betrachtet, welche Flächen da bewirtschaftet sind, dann bekommt man eine Ahnung, welch geringe Bevölkerungsdichte ein entsprechend technisierter Agrarstaat höchstens haben dürfte.


    Würde man freilich wieder ausschließlich mit dem Pflug und Pferd und Wagen die Felder bestellen, müßte sicher wieder ein sehr großer Teil in der Landwirtschaft arbeiten - mit Wegwerfgesellschaft und Konsumrausch wäre es schnell wieder aus.



    Ich habe irgendwann mal Zahlen gesehen, nach denen fast überall das BIP pro Kopf in der Landwirtschaft etwa halb so hoch war, wie in der sonstigen Wirtschaft, aber weiter geht die Schere meist nicht auseinander, will also heißen, die Arbeitsproduktivität der Landwirtschaft ist mit der Industrie gewachsen. Denkbar wäre natürlich theoretisch, daß eine Gemeinschaft aus weltanschaulichen Gründen die Entscheidung trifft, daß Industrie/Dienstleistung zwar modern sind, aber nicht die Landwirtschaft. (Da bräuchte es dann wohl aber schon recht autoritäre bis semitotalitäre Verhältnisse. Denn entweder wären die Bauern Arm oder die Lebensmittelpreise exorbitant hoch im Vergleich zu Gesellschaften, wo der technische Fortschriit alle Bereiche erfaßt hat.)



    Dementsprechen muß also ein Agrarstaat im Normalfall entweder extrem rückständig sein in der gesamten Produktivität (und quasi nocht mit Sense, Pferd und Pflug gearbeitet werden) - wobei dann der sekundäre und tertiäre Sektor auch unterentwickelt sein werden - oder er muß sehr dünn besiedelt sein, weil in solcehn Verhältnissen die wenigen Leuts so viel Fläche unter den Füßen ahben, daß auch trotz Vollmechanisierung für einen entsprechend hohen Teil der Bevölkerung Auskommen in der Landwirtschaft ist. Das letzte gibt es in der Praxis wohl eher nicht bzw. ist in entsprechend dünn besiedelten Ländern wohl anders der Wurm drin - Bodengüte, Klima etc.

  • Wobei das ja das schöne an den MNs ist, daß uns keiner zwingen kann, alles wissenschaftlich exakt usw. zu machen - wobei natürlich auch jeder die Möglichkeit hat sich dem zu nähern, wenn er mag. Es liegt mir jedenfalls fern irgendjemandem sagen zu wollen, wie er in seiner MN zu simulieren hat. Am ende kommt es ja doch nur darauf an, daß man Freude an seinem Land hat, oder an dem indem man mitspielt.

  • Wobei das ja das schöne an den MNs ist, daß uns keiner zwingen kann, alles wissenschaftlich exakt usw. zu machen - wobei natürlich auch jeder die Möglichkeit hat sich dem zu nähern, wenn er mag. Es liegt mir jedenfalls fern irgendjemandem sagen zu wollen, wie er in seiner MN zu simulieren hat. Am ende kommt es ja doch nur darauf an, daß man Freude an seinem Land hat, oder an dem indem man mitspielt.

    Genau. Die virtuellen Nationen haben generell wenig mit der Realität zu tun. Da gibt es selbsternannte Supermächte (die unter dem Strich keinerlei wirklichen Einfluss auf andere Nationen haben), da gibt es Spaß-Nationen (und ich hoffe sie bleiben lange existent und ihre Bewohner haben noch lange Spaß an der Sache), da verschwinden über Nacht ganze Staaten wieder (mit denen man eine lange gemeinsame Geschichte simuliert hatte) und schließlich ziehen Staaten einfach um. Diese Diskussion habe ich auch nur angestoßen, um einen Maßstab zu bekommen. Weil es den so aber nicht gibt, habe ich unsere eigenen Preise zugrunde gelegt. :)

    Das einzige was in einem lebenden Organismus beinahe unbegrenzt wachsen kann, ist die Krebszelle.