Satire der Parteiendemokratie

  • Mir kam bereits vor einiger Zeit der Gedanke unsere eigene Lebenswirklichkeit einmal durch den Kakao zu ziehen und tritt mir immer mal wieder ins Gedächtnis. Wäre es nicht mal einen Versuch wert, unsere Parteiendemokratie satirisch aufzubereiten, indem man das Treiben unserer Politiker, Parteien, Bürger, Beamten, Verbände, Unternehmer etc. auf die Schippe nimmt? Die einzelnen Akteure würden dann mehr oder minder gängigen Klischees entsprechend überspitzt gezeichnet und versuchen sich dementsprechend möglichst auf Kosten der jeweils anderen - dabei Treu und Glauben heuchelnd - selbst zu begünstigen. ;)

  • Eine Idee. Aber in Bezug auf dieses dreckige Gesindel ist mir schon lang nicht mehr nach Satire zu Mute. 88-90 fand ich das mal gut. Der schlimmste Fehler meines Lebens.
    Diese Partei"demokraten" gehören einfach ins Lager, wo sie ihre Verbrechen mit Steine quadern bis zum Weißbluten büßen. Gott, wenn ich überlege, mal für diese Tiere und die "Widervereinigung" Risiken eingegangen zu sein .
    Ich begehe heut in stiller Trauer den 63. der DDR. Nun ja, Oma meinte, es gäbe immer ein zweites mal. Meist hatte sie Recht und ich hoffe, auch dabei.

    Solange es noch lebende Grüne gibt braucht man keine Tierversuche.

    Einmal editiert, zuletzt von Lady Enigma ()

  • Eine Idee. Aber in Bezug auf dieses dreckige Gesindel ist mir schon lang nicht mehr nach Satire zu Mute. 88-90 fand ich das mal gut. Der schlimmste Fehler meines Lebens.
    Diese Partei"demokraten" gehören einfach ins Lager, wo sie ihre Verbrechen mit Steine quadern bis zum Weißbluten büßen. Gott, wenn ich überlege, mal für diese Tiere und die "Widervereinigung" Risiken eingegangen zu sein .
    Ich begehe heut in stiller Trauer den 63. der DDR. Nun ja, Oma meinte, es gäbe immer ein zweites mal. Meist hatte sie Recht und ich hoffe, auch dabei.


    Die Wieder»vereinigung« war doch das, was sich 75% der DDR-Bürger wünschten. Ist also euer Werk. ;)

  • ...
    Ich begehe heut in stiller Trauer den 63. der DDR. Nun ja, Oma meinte, es gäbe immer ein zweites mal. Meist hatte sie Recht und ich hoffe, auch dabei.


    Hm, das ist der himmelweite Unterschied zwischen Dir und mir. Ich habe am Mittwoch gefeiert, dass die DDR vor 22 Jahren endgültig verschwunden ist und sehe den heutigen Tag nur noch als Manifestation einer bitteren, wenn auch fast 30 Jahre meines Lebens anhaltende, Episode an. Und glaube mir, ich hoffe und wünsche mir, Deine Oma hat diesmal Unrecht. Ich kann auf ein zweites mal absolut verzichten.

  • Wir werden sehen. Mal im Ernst, das wird hier noch wesentlich schlimmer, als man es der DDR nachgesagt hat. Und wie gesagt, am meisten ärgert mich, daß ich da mitgetan habe bei der Fahne. Und sei es nur ein winziges bisschen. Wir sind damals einfach richtig auf die Fresse gefallen. Das Ende dessen, was jetzt ist, wird wie ein Sturz aus dem zwanzigsten Stock sein. Und, so Sprüche wie "das darf man nicht sagen" "so darf man nicht denken" hab ich nach der Wende bei weitem öfter gehört als in der DDR. Es gab vor dreißig Jahren dystopische Geschichten, bei denen man mit wohligem Gruseln gedacht hat, sowas könne nicht sein. Die Realität übertrifft doch das heute alles mittlerweile bei weitem.
    Und der Witz ist, ich bin nichtmal ein Linker, eher im Gegenteil. Wobei da übliche Schemata eh nicht passen.

  • Ich habe am 03. auch gefeiert.
    Ohne Wiedervereinigung hätte ich meine Frau nie kennengelernt, da sie nicht in den Westen gedurft hätte. Diese hätte als Tochter zweier Ärzte vermutlich ihr Studium nicht machen können - jedenfalls nicht ohne besonderes Parteiengagement. Überhaupt wäre ohne das in meinem Leben vieles anders gelaufen.


    Unterm Strich kann ich deine Verbitterung nicht nachvollziehen, weil ich mich eher als Gewinner der Wiedervereinigung sehe.


    Nach allem was ich gehört habe waren Sprüche wie "Das darf man nicht sagen" etc zur damaligen Zeit nicht erforderlich, weil die betreffenden ohnehin früher oder später in Bautzen gelandet wären. Es hat daher schon keiner das erste Mal offen ausgesprochen.


    "Das Ende dessen, was jetzt ist, wird wie ein Sturz aus dem zwanzigsten Stock sein." - Was soll denn das sein?

  • Dito.


    Obwohl noch so viel zur tatsächlichen Einheit fehlt...

    "Ist es denn wirklich so, dass wir jeden Dreck, der vom Westen kommt, nu kopieren müssen? Ich denke, Genossen, mit der Monotonie des OIK-Bashings, und wie das alles heißt, ja, sollte man doch Schluss machen" Walter Albrecht

  • Lustig ist es schon, dass viele von denen, die die deutsche Einheit beschwören, Jugoslawien als "Völkergefängnis" bezeichneten. Dabei verstehen die sich da unten (sprachlich, kulturell) besser als als z. B. Berliner und Schwaben. ;-)


    Staaten sind Fiktionen. Die "Vereinigung" von Menschen, die zufällig eine ähnliche Sprache sprechen und irgendwann mal die gleichen Gutsherren hatten, finde ich genauso erhebend wie die Fusion von Fürth mit Vestenbergsgreuth. Glaubt jemand ernsthaft, man könne nur dank "Wiedervereinigung" reisen und studieren? Das geht auch ganz ohne Anschluss mit inneren Reformen. Von der Reformbewegung ist jedoch nach 1990 nicht viel übrig geblieben.

  • Eine Wiedervereinigung auf Augenhöhe wäre allen Beteiligten besser bekommen.
    Am besten kombiniert mit einer Währungsreform und natürlich allem voran einem Verfassungskonvent!


    Jepp. Vor allem hätte der Osten wenigstens vier Jahre als Sonderwirtschaftszone laufen müssen, statt über Nacht Kahlschlag zu betreiben und mindestens 800 Milliarden DM zu veruntreuen.