Krieg auf der GF-Karte

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    Original von Flavian Bolled


    Nanana... Kennen Sie ein Land ausser Albenien, das ein einzigartiges Dreikammersystem benutzt?


    Ja. Es nennt sich bei uns Ölabscheider. Der hat auch drei Kammern. :D

    Landeshauptmann von Schwion
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    Jeder kann sagen, was er denkt.
    Er muss es nur tun - Denken. (A.S.)

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    Original von Flavian Bolled


    Nanana... Kennen Sie ein Land ausser Albenien, das ein einzigartiges Dreikammersystem benutzt?


    Wir haben nur eine "Kammer" aber eben ein quasi Rätesystem und das imperative Mandat.

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    Original von Calin Basescu


    Ich werte den industriellen Fortschritt von kommunistischen bzw. sozialistischen Staaten nach der Dauer wie lange man auf eine Auto nach der Bestellung warten muss.


    Dazu ein Leserbrief an den Eulenspiegel aus dem Jahre 1983(Leider keine Wochenangabe möglich, da aus einem Sammelband)


    Unser kleiner Betrieb wollte eine Schubkarre kaufen und wandte
    sich artig und den Dienstweg einhaltend an den
    VEB Maschinenbauhandel Karl-Marx-Stadt,BT Zwickau,Hölderlinstraße.
    Dort erhielten wir von der zuständigen Kollegin die erfreuliche Nachricht,
    daß nach Einreichung eines entsprechenden Antrages die Auslieferung der Schubkarre für das IV: Quartal 1985(sic !) eingeordnet werden kann...


    Aus eigener Erfahrung:
    Der Tagebau Breitenfeld erhielt für 4/87-1/88 vom zuständigen Bilanzorgan sieben Spaten zugewiesen.(für ca 800 Leute)

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    Original von Osman Pascha
    Planwirtschaft funktioniert nicht, weil es den Zufall nicht beachtet. Wer glaubt, er könne planen, irrt sich gewaltig.


    Es muss nur alles an die Sensoren, dann kann ein Computer das alles planen. ;)
    Je höher die Datentechnische Erfassung desto besser das Ergebnis.
    In einer Fabrik kann man das alles auch durchplanen. Also auch in einem Staat. Nur brauch man die genauen Bedürfnisse der Menschen. Also müssen eben jene mit ins Netzwerk. Das heisst dann auch das der Mensch gläsern wird.


    Es ist möglich, man muss es nur wollen. Und man darf nicht mehr Ressourcen mit Planen verschwenden als man durch Kapitalismus verschwendet :D


    Des weiteren gibt es weder Zufall noch Glück.


    Wir brauchen überhaupt erstmal Computer ...

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    Original von Osman Pascha
    Planwirtschaft funktioniert nicht, weil es den Zufall nicht beachtet. Wer glaubt, er könne planen, irrt sich gewaltig.


    Planwirtschaft kann funktionieren.


    Die betonung liegt auf kann.


    Hierzu muss man aber richtig planen.


    Und wenn man richtig plant dann ist genug für alle da.


    Unser jetziger Luxus ist sowieso die Armut der anderen.


    Wenn man also alles durchplant dann haben alle genügend und die Welt dreht sich immer noch.

  • Kommt drauf an was man unter Planwirtschaft versteht, was z.B. in der DDR gemacht wurde ist da sicher kein Musterbeispiel. Statt dieses System zu bejubeln oder es pauschal zu verdammen, sollten man sich differenziert damit auseinandersetzen, die Fehler klarstellen und Alternativen aufzeigen, der Vortrag von Paul Cockshott ist dabei ein guter Ansatz.

  • Es gibt keine perfekte Planung. Weder in einer Firma, noch in einem Staat. Und jawohl, es gibt Zufälle. Die sind nämlich der Grund, warum Pläne nicht funktionieren.
    Die Planung einer Wirtschaft ist ein np-hartes Problem, was so viel heisst wie: Selbst mit den besten Rechnern der Welt nicht lösbar.

  • Setzt man die ganze Welt unter eine Planwirtschaft, so geht die Individualität des Mensch-seins verloren. Es möge das Roboterzeitalter kommen. :D

  • Es ist,Cochshott und alles theorethische Gelaber hin oder her immer der selbe Unfug.
    Bei der ganzen Berechenbarkeit wird eines vergessen, der Egoismus des Menschen. Es wird immer welche geben, die sich mit "genug" nicht bescheiden.Und wie will man die in die Schranken weisen? Durch Einstz von StaatsmachtIm realen Sozialismus war das so und hat egoistische Machtmenschen nach oben gebracht.Oder ideologisch verblendete, die den Menschen zum "sozialistischen Menschen" machen wollten, sei es auch um den Preis von unzähligen Toten.
    Daß der Mensch nicht zum Sozialismus passt, war übrigens im real existierenen durchaus bekannt.Man hat auf mannigfaltige Weise
    versucht, das Problem zu lösen, schlimmster Auswuchs war wohl Lyssenko mit seinen Lehren.
    Die Planbarkeit der Wirtschaft ist und bleibt daher Illusion.
    Weitere Gründe sind die Komplexität(sicher mag es sein, daß Superrechner die Gleichungen schnell lösen.Aber die Programmierung und Datenerfassund und-eingabe).
    Und es weiß auch keiner was morgen ist.Was z.B erfunden wird, Konflikte Mißernten Unglücke... Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
    Dazu kommen noch die unvermeidlichen Fehleinschätzungen.
    Es gibt in der Mathematik Gesetze über Fehlerfortpflanzung.
    Die deterministische Glaube, wenn man alle Daten hat, kann man alles berechnen, scheitert eben an "alle Daten"und an der Unberechenbarkeit des Menschen.Was den Vortrag angeht, hat ein ziemlich mittelmäßiger Parteifunktionär 1986 anlässlich der Eröffnung unseres Rechenzentrums sinngemäß ziemlich genau das selbe gesagt.
    Es lässt sich in marxistischen oder sonstwie linken Studentenclubs
    trefflich über solche Dinge reden.Da kann man die Exegese der Theoretiker bis zum Ende der Getränke betreiben.Alles praxisfernes Gewäsch.Im real existierenden waren solche Leute oft in Lagern und Gefängnissen, bestenfalls bei der Bewährung in der Produktion zu finden.Ich kenne etliche solche Leute und was mich echt belustigt, Von all diesen Kämpfern für die Arbeiterklasse weiß kaum einer, welches Ende vom Spaten man in die Erde stösst.

  • In der DDR bekam z.B. wurden für jede Familie genügend Autoreifen, Schraubenzieher, Klamotten geplant. Wenn nun irgendwo die Produktion das Plansoll nicht erfüllte, entstand eine Lücke. Wenn es ein Produkt nur unzureichend auf dem Markt gab, wurde es von manchen gehortet, um als Quasiersatzwährung zu fungieren. Dadurch wurde das Loch noch größer. Bzw. da alles genau pro Kopf berechnet war, bekamen Leute das Gefühl der Knappheit und hamsterten, was sie nur kriegen konnten. Dadurch stellten sie die Knappheit teilweise selbst her. Planwirtschaft funktioniert vielleicht nur über Zuteilungen von Waren, aber nicht in Zusammenspiel mit einem Markt.

  • Es gab auch die sogenannte Warenstreuung.
    Das mit dem Hamstern konnte man mit einem geschickt plazierten Gerücht auslösen(hab ich selbst mit Erfolg probiert )
    und wenn das Wetter nicht mitgespielt hat...
    Wenn ich da nur an die Geschichte mit den Regenschirmen denke... :haha:

  • Zitat

    Original von Lady Enigma
    Es ist,Cochshott und alles theorethische Gelaber hin oder her immer der selbe Unfug.


    Dass solche Diskussionen nie zu etwas führen ist offensichtlich, immer wieder werden die gleichen Thesen gegenüberstellt, jeder glaubt "DIE Wahrheit" zu vertreten und bezichtig sein Gegenüber nur Unfug zu labern. Wer wissen möchte wie diese Diskussion weitergelaufen wäre kann sich einen Sozialismus vs. Kapitalismus Thread in Ratelon, bei dol2day oder in sonstigen Politikforen anschauen, alles schon 1000mal in fast identischer Form dagewesen, am Ende im Sande verlaufen und jeder fühlte sich im Recht. Man kann seine Zeit auch sinnvoller vergeuden. ;)

  • An MN ist nichts kreativ. Ein Abklatschfeuerwerk von tausend Mal gesehenen Klischees, dazu kommen Kopies von Kopies von Kopies. Geben wir es zu, wir spielen nach, was die Großen machen, wie Kinder.


    Das ganze war natürlich simoff :tongue: