Ein paar Ideen...

  • Ich beobachte schon seit ca. 3 Jahren die MN-Szene und hatte vor ca. 2 Jahren sogar einige Zeit in einer MN mitgeholfen, bis diese dann Offline ging, da es anscheinend doch nicht so lief wie es sich der Gründer sich so vorstellte. Seitdem lese ich zwar immer fleißig mit, hab aber sonst keine weitere MN "besucht". Seit ca. 3–4 Monaten kommen mir immer wieder Ideen in den Kopf, die ich jetzt mit euch teilen möchte.

    Ich bitte euch jedoch um 3 Dinge:

    1.) Möglichst konstruktiv zu bleiben

    2.) Keine Diskussion um "Soll ich eine MN gründen?" vom Zaun zu brechen. Es geht NUR um die Idee an sich

    3.) Grundsätzlich eine gewisse grammatische Form einzuhalten…


    Idee 1:
    Das Öl- Reich

    Diese Idee ist nicht nur Nummer 1, sondern fiel mir auch als Erstes ein. Grundsätzlich muss ich dazu sagen, dass das die schlechteste Idee ist, die ich vorstelle (zumindest meiner Meinung nach). Das Öl-Reich ist ein durch, wie könnt es anders sein, durch Öl an viel Geld bekommen ist. Früher etwa 17–18 Jhr. war es ein florierendes Großreich gewesen, welches jedoch durch Aufstände von Minderheiten und Beamten zerbrach. Danach etwa 1940 war das Königreich Al-Binwa in der ehmaligen Größe durch das Sultanat Arch-Echnat wiederhergestellt worden. Jedoch brodelt der Kessel erneut. Demokraten und Nationalisten sowie Sozialisten und vorallemdingen die Minderheiten wollen einen neuen, besseren Staat, jedoch jeder auf seiner Art. Jetzt liegt es an Sultan Ahmet Mehalm die Menschen zu einen, um sein Reich zu erhalten. Wird er es schaffen?
    Pro

    +++ Viel Potenzial für Konflikte

    ++ Benötigt kaum politisches Personal
    Contra

    - Relativ nah an Zedarien

    -- Es wäre wahrscheinlich ziemlich Armeesimulations lastig

    --- Bislang war kaum wirkliches Interesse am Islamisch-Arabischen Raum da
    Insgesamt

    Ziemlich zweigeteilt. Zum einer sehr interessanten Situation, die aber auch in Zedarien simuliert werden kann und ein relativer Teil schon von Zedarien abgedeckt wird. Außerdem ist die Situation nun auch nicht die neuste…

    Idee 2: Kalt im Norden

    Auf drei kleinen Inseln, die von dem Volksstamm Vikarol bewohnt werden gibt es langsam immer mehr Probleme: Zum einen dehnen sich die Nationen immer mehr aus und wollen mehr Gebiet und zum anderen könnte der Volksstamm gar nicht in der Wirtschaft mitmischen, da sie außer Holz und Metallerzen nicht exportieren könnten, aber alles Importen müssen. Um jedoch wenigstens eine kleine Chance zu haben, zu überleben gründet der Stamm, der vorher gar keinem Land gehörte vor rund 40 Jahren eine Stammesrepublik. Jetzt nach 40 Jahren ist langsam alles am Kollabieren. Die Wirtschaft spielt nicht mit, das eigene Geld ist nichts wert und es gibt noch nicht mal eine schlagkräftige Armee für die Verteidigung. Wie wird es weitergehen? Werden sie es schaffen?

    Pro:

    +++ Sehr interessanten Grundlage aufgrund der Lage, Struktur und Voraussetzungen die das Fleckchen Erde bietet

    ++ Es wäre sehr ausführlich simulierbar aufgrund der geringen Größe
    Contra

    - Spieleranzahl könnte sehr geringen sein (1-3 Mann)
    Insgesamt

    Eine solide und "innovative" Idee, die Potenzial hat. (Auch wenn ich weiß, das Cuello ebenfalls eine Stammesgemeinschaft war)

    Idee 3: Amerika mal anders

    Die meisten werden beim Wort Amerika wahrscheinlich an die USA (sucht euch aus ob Astor oder RL-Amerika) denken. Diese Idee bezieht sich jedoch vornehmlich auf Mittelamerika. Jetzt höre ich schon wieder Stimmen die Daten werden: "Wir haben schon genug spanische MNs!" Und ja, das stimmt. Mir gehen sie so ganz langsam auch auf die Nerven. Allerdings möchte ich bei dieser MN eher ein französisches, englisches oder vllt. deutsches Mittelamerika simulieren. Außerdem fehlt mir zurzeit so ein bisschen Mittelamerika. Außer Soleado gibt es keine Nation die Mittelamerika/Karibik simuliert. Außerdem wäre es doch sicherlich spannend zu wissen wie sich Mittelamerika als Kolonie eines anderen Staates Entwickler hat, oder?

    Pro:

    +++ Mittelamerika als "neues" Gebiet

    ++ Interessantes Spiel mit der Geschichte

    + Es sind quasi alle Möglichkeiten offen. Von Republik, Stammesgemeinschaft, Diktatur bis hin zu einer Monarchie wäre alles machbar

    Contra:

    bisher nichts

    Fazit: Insgesamt meine Lieblingsidee und wahrscheinlich auch die langlebigste Idee von denen hier.


    Allg. Fazit: Idee 3 wäre meine Lieblingsidee, alle drei haben jedoch was für sich. Eigentlich hatte ich noch mit der Idee einer Baltikum-MN in der Nähe von Alstyna gespielt, es gab allerdings in einem altem Post von "Korlannd" (Perlburg) wenig Resonanz dafür. Ich würde mich über Kritik jeder Art freuen und danke fürs Lesen :)

  • Tja, was soll man da jetzt schreiben. Gleich, welche Idee umgesetzt wird, das Risiko, dass sie nicht angenommen wird, ist immer da. Die aufgeführten Pro's und Contras gab oder gibt es, so weit ich das aus meiner beschränkten Sichtweise beurteilen kann, alle schonmal. In anderer oder ähnlicher Mischung. Aber das stellst Du ja selbst fest. Und die MN's, die das heute schon ähnlich simulieren, sind alle am jammern. Ausser einer. Welche ich hiermit meine und welcher Deiner Ideen die am ähnlichsten ist, wird man sich denken können. :P Aber das ist ja völlig subjektiv.


    Das Potential, sich zur langlebigsten MN des I-Nets oder zum totalen Flop zu entwickeln, haben alle drei. Solange Du jetzt nicht in den in meinen Augen katastrophalen Todesstoß-Fehler verfällst, ein leeres Forum hinzustellen und dann andere die Arbeit machen lassen zu wollen, gehen alle. (Bevor wir online gegangen sind, hatten wir schon über 1000 Beiträge, viele davon Ausgestaltung. Da können sich interessierte Spieler dran festhalten und kommen sich nicht unbedingt so verloren und - sorry - verarscht vor, wie in einem leeren Forum.) Und da solltest Du Dich dann eben an das halten, was Dir am meisten liegst. Dann bleibst nämlich DU am längsten dabei. Egal, wie wenig Deine MN andere interessiert.


    Rede mal mit Livornien ;)


    Viel Glück!

  • Also dass das Risiko nicht abnimmt ist irgendwie klar. Allerdings versteht es sich irgendwie von selbst kein leeres Forum hinzustellen und die "neuen Spieler" als Sklaven der Ausgestaltung zu benutzen. Dass das nichts bringt und höchsten man selber ist der gelakmeierte , da sind wir uns einig. 1000 Beiträge sind sehr gut, da sitzt man aber selbst mit Helfern lang dran. Naja, es sei den man schreib nur geht oder ist zuhause. Da ich ja aber weiss wie ihr es gehandhabt habt und das nicht solche Grütze wie meine Beispiele (in diesem Thread) geschrieben habt, Zölle ich dir (stellvertretend für alle) meinen Respekt. Mit Livornien werden ich Mal reden, das wäre auch meine erste Idee gewesen. Also Mal schauen was andere noch dazu sagen und dann einfach Mal schauen;)

  • Ich finde Vorschlag 1 und 2 am interessantesten.

    "Ist es denn wirklich so, dass wir jeden Dreck, der vom Westen kommt, nu kopieren müssen? Ich denke, Genossen, mit der Monotonie des OIK-Bashings, und wie das alles heißt, ja, sollte man doch Schluss machen" Walter Albrecht

  • Allerdings versteht es sich irgendwie von selbst kein leeres Forum hinzustellen und die "neuen Spieler" als Sklaven der Ausgestaltung zu benutzen.


    ...


    1000 Beiträge sind sehr gut, da sitzt man aber selbst mit Helfern lang dran.

    Leider sind die meisten neuen MN's hier solche Bananenforen. Werden grün geliefert, sollen beim Kunden reifen und sind meist schon vorher vergammelt.


    Wir hatten damals mit 2 Jahren Vorlaufzeit gerechnet und haben dann real etwa anderthalb Jahre gebraucht.

  • Solange Du jetzt nicht in den in meinen Augen katastrophalen Todesstoß-Fehler verfällst, ein leeres Forum hinzustellen und dann andere die Arbeit machen lassen zu wollen, gehen alle. (Bevor wir online gegangen sind, hatten wir schon über 1000 Beiträge, viele davon Ausgestaltung. Da können sich interessierte Spieler dran festhalten und kommen sich nicht unbedingt so verloren und - sorry - verarscht vor, wie in einem leeren Forum.)

    So sollte man es machen. Dann ist man auch viel interessanter für Besucher und potentielle Mitspieler. Wir haben das ähnlich gemacht und gewartet, bis unser Forum ein gewisses Alter und eine annehmbare Tiefe in Simulation und Ausgestaltung erreicht hat, bevor wir an die Öffentlichkeit gegangen sind.

    Mit Livornien werden ich Mal reden, das wäre auch meine erste Idee gewesen.

    Jederzeit gern. Wir beissen nicht.

  • Es ist sicher richtig, nicht einfach ein leeres Forum zu präsentieren. Aber auch ein schon lange bestehendes und sehr umfangreiches Forum kann für einen Einsteiger abstossend sein. Wenn man sich zuerst durch ganze Gesetzessammlungen wühlen muss, um am politischen Prozess teilnehmen zu können ohne ständig den Kopf anzustossen, dann schreckt das jeden Einsteiger ab und frustriert. Diverse alte MNs täten gut daran, ihre Regularien drastisch zu entschlacken (ganz schlimm die DU, aber auch das Gelbe Reich und Astor, wobei letzteres es [noch] nicht nötig zu scheinen hat).

  • Ich finde ja sowieso das zu viele "juristen-deutsch" Gesetze die SIM abschnüre. Allein solche super Gesetze wie (Achtung ausgedacht) "Schweineeinfuhrzollgesetz" sind nutzlos. Am allerschlimsten sind aber diese Grundgesetz-MN's die gefühlte das gesamte Grundgesetz abkopieren. Aber du hast recht, die Gesetzessammlungen der DU und Chinopien müssen dringend einen Frühlingsputz durchlaufen...

  • Das Folgende wird zwar etwas OffTopic, aber es gibt da ein paar Sachen, die ich loswerden will, auch wenn ich mir sicher bin, dass du ziemlich viel davon unbewusst oder bewusst schon befolgt hast. (Ausdrückliches Lob dafür!) Und ja, der Beitrag wird etwas länger ;)


    Dass das nichts bringt und höchsten man selber ist der gelakmeierte , da sind wir uns einig. 1000 Beiträge sind sehr gut, da sitzt man aber selbst mit Helfern lang dran

    Kommt darauf an: Die Nordmark z.B. (ist das einzige Forum, wo ich das gerade nachvollziehen kann), hat für die ersten 1000 Beiträge im aktuellen Forum mit weniger als 20 IDs (Spielerzahl nicht mehr nachvollziehbar, aber > 5 auf jeden Fall) weniger als 2 Wochen gebraucht. Lillemark ist gerade offline, aber meiner Erinnerung nach waren die noch schneller.


    In beiden Fällen war allerdings das Konzept bereits relativ gut ausgebaut, die Nordmark etwa war ein wiedererrichtetes Nachfolgeforum, weil die Datenbank des Alten kaputt gegangen war. In Lillemark war es ähnlich, nur unter anderen Vorzeichen.

    Dementsprechend ist es das wichtigste, dass man bereits eine ganze Menge Dinge geklärt hat, bevor die Simulation beginnt. Mehr dazu gleich:

    Also dass das Risiko nicht abnimmt ist irgendwie klar. Allerdings versteht es sich irgendwie von selbst kein leeres Forum hinzustellen und die "neuen Spieler" als Sklaven der Ausgestaltung zu benutzen.


    Die neuen Spieler sollen in diesem Falle auch keine Sklaven sein. Die meisten Staatengründer machen allerdings zwei Fehler: Erstens, zu glauben, dass es für die potentiellen Mitspieler interessanter wäre, wenn man diesen möglichst viel Freiheit bei der Neugestaltung der MN ließe, wie es auch Veux am Anfang des Philipsbriefs angesprochen hat. Der Zweite ist es, die Bedürfnisse einer zu gründenden MN falsch einzuschätzen: Man braucht nicht am Anfang an mehr als 15 Teilforen! Die sind nur leer und schrecken ab. Ich habe mal vorgeschlagen eine neue MN mit nur vier Unterforen aufzumachen. Dies ist vielleicht etwas zu wenig – Aber es gibt ein paar Foren, die man sich auf jeden Fall zu Beginn der Simulation schenken kann: Dies wäre z.B. ein Forum für irgendein Gericht: Um eine Straftat und deren Verfolgung auszusimulieren braucht es Täter, Opfer, Zeugen, Anwälte und Richter. Das dauert, bis man die zusammen hat. Also ist das Forum in der Regel leer und leere Foren schrecken ab! Außerdem: Ein separates Forum für das Parlament bzw. eine Trennung von Parlament und Regierung. Ehe man genug Spieler hat, um mehr als die Regierung vernünftig auszusimulieren wird das ohnehin eine ganze Weile dauern, auch wenn es SimOn tatsächlich noch ein Parlament gibt. Also braucht dies auch kein Forum! Damit wären wir beim nächsten Punkt, bei dem Punkt, der von ausgesprochen hoher Bedeutung wäre:


    Man braucht ein fein detailliertes Konzept! Wenn ihr also tatsächlich die Idee 2 (Die mit dem Volk im Norden) verfolgt, dann müsst ihr euch Gedanken darüber machen, was das genau bedeutet, „im kalten Norden“ zu leben. Du schreibst, dass du dir darunter eine Kultur von Holzfällern und (primitivem?) Bergbau vorstellst. Dies bedeutet, dass Fußball als Nationalsportart zwar denkbar wäre, aber andere Dinge näher lägen, etwa Holzfällersport. Wenn es zudem noch Rentierzüchter gäbe, wäre eine Rentiervariante von Buzkaschi (dem zentralasiatischen Steppensport, bei dem Reiter versuchen, eine tote Ziege ins Ziel zu bringen, bevor die anderen einem die Ziege klauen) denkbar. Da derartige Sportarten allerdings ungewöhnlich sind, sollte auch gleich der erste Wettkampf darin aussimuliert werden (und ich meine richtig aussimuliert werden also nicht nur ein Post mit dem Thema: Und der Gewinner ist Paul Schulze). Und schon sind es nur noch 950 Beiträge. Und man braucht nur ein Sportforum dafür! :)

    Was bedeutet ein Mittelamerika für die Kultur? Gibt es Ureinwohner? (Sicher.) Welche religiösen Vorstellungen haben sie? Wie sieht ihre Jeenseitsvorstellung aus, an was für Götter glauben sie? Am besten mit Beispiel: Simuliert eine Beerdigung aus! Mit Opfern für die Götter! Und einem Sportwettkampf! Und schon sind es nur noch 900 Beiträge ;)

    Wer den Diktator gesehen hat, weiß, wie gut man sich als Herrscher politisch darstellen kann, indem man eine Fernsehsendung über sich selbst dreht. Gleichzeitig kann man auch damit gut die Kultur darstellen: Was für Vorstellungen von einem idealen Leben hat das Land (oder zumindest sein Herrscher), welche Moralvorstellungen, wie sieht die ideale Beziehung von einem Herrscher zu seinem Volk aus? Also: Simuliert die Dreharbeiten aus. So richtig, inklusive aller Dinge, von denen der Sultan nicht will, dass man sie sehen soll! Und schon sind es nur noch 850 Beiträge!

    In was für Häusern lebt euer Volk? Das will ans Klima angepasst sein und spiegelt gleichzeitig auch irgendwie den Stil eures Landes wieder. Also beschreibt die Häuser an verschiedenen Stellen, am Besten ihr simuliert noch einen Hausbau inkl. Richtfest oder religiöser Zeremonien, Beerdigung eines leider beim Bau verstorbenen Arbeiters (inkl. Sportwettkampf zu Ehren des Totengottes) und den Dreharbeiten zur Dokumentation „Die Hausbauer für den Sultan“ aus. Und schon sind es nur noch…

    Und nein, ihr müsst nicht all dies simulieren, aber ihr solltet alle Informationen in eurem Forum präsentieren, die man braucht, um so etwas bei euch auszusimulieren. Und ihr braucht zwar keinen supertollen Style, aber euer Forum sollte grafisch so aufgemacht sein, dass man sich vorstellen könnte, wie derartige Dinge bei euch aussehen würden. Und ihr solltet Fragen geklärt haben wie: Was ist das dringenste politische Problem eures Landes, was in der ersten Parlamentssitzung besprochen werden sollte (davon ausgehend, dass der Staat nicht SimOn neugegründet wird und also schon so Verfassungskram existiert). Eure revolutionierende Jugend, welche Macken weisen Ratschläge und Vorsichtsmaßnamen ihrer Eltern nerven sie am Meisten? Welche Gesellschaftsschichten gibt es, wie sind diese unterschieden und legitimiert? (Wie und Wann) Unterhält sich ein Untergebener mit einem Mächtigen?


    Falls ihr noch Hilfe braucht und Fragen habt: Ihr wisst, wo ihr mich findet!


    @topic: TrâhúelTours würde auf jeden Fall in jedes der Länder sobald möglich eine exklusive Reise anbieten, bei der man zum exklusiven Super-Sonder-Last-Minute-Preis die Natur- und Kulturschönheiten des Landes genießen könnte. Und das mit Reisebegleitung in der eigenen Muttersprache! Da ich mir so etwas allerdings in einem arg zerütteten Land nicht so gut vorstellen kann und auch sonst Schach die einzige Militärsimulation ist, die mich interessiert, wäre ich eher an den Vorschlägen 2 und 3 interessiert.


    EDIT:

    Wenn man sich zuerst durch ganze Gesetzessammlungen wühlen muss, um am politischen Prozess teilnehmen zu können ohne ständig den Kopf anzustossen, dann schreckt das jeden Einsteiger ab und frustriert

    Dem kann ich nur zustimmen! Das Problem an Gesetzen ist, dass sie viel regeln, aber ihre praktischen Auswirkungen nur bedingt visualisierbar sind. (Außer evtl. der Tatsache, dass viele Gesetze existieren). Es hilft mir nicht, mir ein Land vorzustellen (und darum geht es eigentlich bei den obgenannten Exempeln), zu wissen, ob die Mindeststrafe bei massenhaften Raubkopiererei inklusive Bandengründung nun 10 oder 15 Jahre Gefängnis bringt, oder ob bei der Hauptgerichtssitzung nun der Protokollant rechts oder Links vom Richter sitzt.

  • E. G. Aal

    Bei deinen Ausführungen gehst du wie selbstverständlich davon aus, dass die Leute überhaupt simulieren können. Ich habe in den letzten zehn Jahren die Erfahrung gemacht, dass es in den MNs nur sehr wenige Personen gab/gibt, die simulieren können. DAS ist eines der Kernprobleme der MNs.


    Das, was du da gerade an möglichen Simulationen gut gemeint (und aus meiner Sicht völlig richtig) empfiehlst, wird in der mikronationalen Praxis an der Simulationsfaulheit und -unfähigkeit der Mitspieler scheitern.

  • Nein, ich gehe davon aus, dass die Leute, die hier eine Nation gründen wollen, simulieren können ;) Das, was Der Diplomat vorgeschlagen hat, war nämlich weit mehr, als was ich teilweise von bereits „publizierten” MNs gelesen habe, woraus ich geschlussfolgert habe, dass er sich durchaus Gedanken über seine Simulation macht und deshalb auch eher simulieren kann.

    Und von den anderen Diskussionsbeteiligten habe ich schon genug Simulationen gelesen. Gut, die brauchen zwar auch meinen Rat nicht, aber auch sie können meiner Meinung nach simulieren. ;)


    Und zur Simulationsunfähigkeit: Auch das liegt, wie bereits angedeutet, darin, dass diese Leute (ich würde allerdings nicht sagen, dass es die Meisten in den MNs sind, gerade unter den noch Verbliebenen) oftmals Probleme haben, die Simulation zu priorisieren. Wenn sie Staaten gründen, führt dies zu den halbgewalkten „Ich setz' mal ein phpBB auf“–MNs, wo dann, sobald man „Detailfragen“ stellt, der Ansprechpartner überfordert ist, weil er sich keine Gedanken gemacht hat. Ansonsten sind es die Leute, mit denen man höchst eigenwillige Simulationen führt, bei denen man sich bei jedem Beitrag fragt, welchen Bezug dieser eigentlich zum Simulationsstand hat. Aber als ich hier angefangen habe, war ich ganz genau so, deshalb weiß ich, das kann man lernen :)

  • Ich werde im folgenden auf die Kommentare von E. G. Aal und Charles Lanrezac eingehen. Daher wird das hier etwas länger...


    E. G. Aal schrieb:

    Das Folgende wird zwar etwas OffTopic, aber es gibt da ein paar Sachen, die ich loswerden will, auch wenn ich mir sicher bin, dass du ziemlich viel davon unbewusst oder bewusst schon befolgt hast. (Ausdrückliches Lob dafür!) Und ja, der Beitrag wird etwas länger ;)

    Das der Beitrag so lang ist finde ich erstmal gar nicht so schlimm und Offtopic ist er meiner Meinung nach auch nicht sonders. Für das Lob bedanke ich mich natürlich:b):

    Lillemark kenn ich jetzt nur als Forum, so steht das die Simulation aufgehört hat. Natürlich weiß ich das es einer der aktivsten MNs war. Jedoch kenn ich nur das Forum (das glücklicher Weise noch erreichbar ist). Nordmark dagegen kenn ich gut und muss auch hier sagen, das es wirklich but ausgestaltet. Hier läst sich natürlich auf bereits ausgestaltete Aspekte eingehen, dass das so ist schreibst du ja aber auch im nächsten Abschnitt.

    Das man VOR der Simulation schon viel geklärt haben muss (auch jetzt Technisch und Flagge, Karte, Grundlegende Absteckung wie mit "Wo sind Ureinwohner?" etc.) ist jetzt für mich irgendwie selbst erklärend und deshalb kann ich nicht verstehen, warum Länder wie Utahn (nichts gegen die RL-Person dahinter) mit praktisch leeren Forum an die Öffentlichkeit gehen und sich dann wundern warum es nicht klappt. Aber darüber könnte man eine Doktorarbeit schreiben...

    E. G. Aal schrieb:

    Die neuen Spieler sollen in diesem Falle auch keine Sklaven sein. Die meisten Staatengründer machen allerdings zwei Fehler: Erstens, zu glauben, dass es für die potentiellen Mitspieler interessanter wäre, wenn man diesen möglichst viel Freiheit bei der Neugestaltung der MN ließe, wie es auch Veux am Anfang des Philipsbriefs angesprochen hat. Der Zweite ist es, die Bedürfnisse einer zu gründenden MN falsch einzuschätzen: Man braucht nicht am Anfang an mehr als 15 Teilforen! Die sind nur leer und schrecken ab. Ich habe mal vorgeschlagen eine neue MN mit nur vier Unterforen aufzumachen. Dies ist vielleicht etwas zu wenig – Aber es gibt ein paar Foren, die man sich auf jeden Fall zu Beginn der Simulation schenken kann: Dies wäre z.B. ein Forum für irgendein Gericht: Um eine Straftat und deren Verfolgung auszusimulieren braucht es Täter, Opfer, Zeugen, Anwälte und Richter. Das dauert, bis man die zusammen hat. Also ist das Forum in der Regel leer und leere Foren schrecken ab! Außerdem: Ein separates Forum für das Parlament bzw. eine Trennung von Parlament und Regierung. Ehe man genug Spieler hat, um mehr als die Regierung vernünftig auszusimulieren wird das ohnehin eine ganze Weile dauern, auch wenn es SimOn tatsächlich noch ein Parlament gibt. Also braucht dies auch kein Forum! Damit wären wir beim nächsten Punkt, bei dem Punkt, der von ausgesprochen hoher Bedeutung wäre:

    Den Phillipsbrief kenne ich bereits schon, ich finde steckt sehr viel wahres drin. Ohne irgendeine Art von Ausgestaltung um neue Mitspieler werben ist nicht nur dreist sondern auch nicht Erfolgsversprechen, wobei man das nach kurzer Überlegungszeit bereits heraus gefunden hätte. Ich will hiermit auch gar niemand persönlich angreifen, allerdings ist das meine Sicht auf die Ding. Weiter im Kontext...


    Das manche MNs viel zu viele Foren haben ist immerwieder sichtbar. Beispiel:Bergen. Wie viele Foren haben sie? Sie hatten/haben (?) über 100 (!) Foren. Das sind eindeutig zu viele. Ich sehe folgende Einteilung als Kompromiss zwischen Ordentlichkeit und wenig Foren:

    1 Einreise

    1.1 Flughafen (für Diplomaten undNNeubürger

    2. Volk, Leben

    2.1 Paul-Meier-Platz (zentraler Treffpunkt in der Hauptstadt)

    2.2 Das Land (für Naturvölker, Insel usw.)

    3 Simoff

    3.1 Der Faselbereich
    Damit könnte man mit nur 4 (!) vielleicht später 5 ein richtig gutes Grundgerüst aufbauen das sowohl übersichtlich als auch funktional ist. Ein fast gleiches (nur mit weniger Unterforen) hattest du ja auch schon vorgeschlagen.

    E. G. Aal schrieb:

    Man braucht ein fein detailliertes Konzept! Wenn ihr also tatsächlich die Idee 2 (Die mit dem Volk im Norden) verfolgt, dann müsst ihr euch Gedanken darüber machen, was das genau bedeutet, „im kalten Norden“ zu leben. Du schreibst, dass du dir darunter eine Kultur von Holzfällern und (primitivem?) Bergbau vorstellst. Dies bedeutet, dass Fußball als Nationalsportart zwar denkbar wäre, aber andere Dinge näher lägen, etwa Holzfällersport. Wenn es zudem noch Rentierzüchter gäbe, wäre eine Rentiervariante von Buzkaschi (dem zentralasiatischen Steppensport, bei dem Reiter versuchen, eine tote Ziege ins Ziel zu bringen, bevor die anderen einem die Ziege klauen) denkbar. Da derartige Sportarten allerdings ungewöhnlich sind, sollte auch gleich der erste Wettkampf darin aussimuliert werden (und ich meine richtig aussimuliert werden also nicht nur ein Post mit dem Thema: Und der Gewinner ist Paul Schulze). Und schon sind es nur noch 950 Beiträge. Und man braucht nur ein Sportforum dafür! :)


    Was bedeutet ein Mittelamerika für die Kultur? Gibt es Ureinwohner? (Sicher.) Welche religiösen Vorstellungen haben sie? Wie sieht ihre Jeenseitsvorstellung aus, an was für Götter glauben sie? Am besten mit Beispiel: Simuliert eine Beerdigung aus! Mit Opfern für die Götter! Und einem Sportwettkampf! Und schon sind es nur noch 900 Beiträge


    Es wird, soweit ich es jetzt eingrenzen könnte, sich um eine Entscheidung zwischen 2 und 3 handeln, von daher werde ich den nachfolgende Beitrag, der sich um Propaganda dreht nur ansatzweise Anschneiden, du (ich dutze dich einfach Mal. Ich hoffe, ich darf?) weißt aber, das ich es mir auch durchgelesen habe, nur würde es jetzt a) den Beitrag sprengen und ist b) nicht wirklich für die Simulation relevant, die 2 und 3 betrifft. Ich Greif jetzt Mal Mittelamerika auf, da ich hier noch etwas deiner Idee hinzufügen möchte und eine Fragen deinerseits auch. Ja, sollte es eine Mittelamerikasim werden, gibt es auf jeden Fall Ureinwohner. Wie diese religiös Veranlagt sind müsste man dann mit der Spielerschatz der MN überdenken. Das eine Simulation einer Todesfeier perfekt geeignet ist, muss ich hoffentlich nicht ausführen, allerdings fällt mir was zu den Sportevents bei diesen "Götteropferungen" ein. Es könnten ja quasi wie "olympische Spiele" nur im Mini-Format sein, also wer ist der Stärkste (Kämpfe mit Waffen), wer der beste "Beter" (Opferingenieur) und wer der beste Erbauern (Gottesdenkmal). Es wäre also sehr viel denkbar, was da seien könnte. Aber auch ihr normales Leben wäre interessant. Wie gehen sie mit Städter um, was ist ihr Feind Nr. 1? Alles diese erzeugt nicht nur Aktivität, sondern ist auch ein guter Stützpfeiler für Neulinge, die wissen wollen, wie das abläuft.

    E. G. Aal schrieb:

    Und nein, ihr müsst nicht all dies simulieren, aber ihr solltet alle Informationen in eurem Forum präsentieren, die man braucht, um so etwas bei euch auszusimulieren. Und ihr braucht zwar keinen supertollen Style, aber euer Forum sollte grafisch so aufgemacht sein, dass man sich vorstellen könnte, wie derartige Dinge bei euch aussehen würden. Und ihr solltet Fragen geklärt haben wie: Was ist das dringenste politische Problem eures Landes, was in der ersten Parlamentssitzung besprochen werden sollte (davon ausgehend, dass der Staat nicht SimOn neugegründet wird und also schon so Verfassungskram existiert). Eure revolutionierende Jugend, welche Macken weisen Ratschläge und Vorsichtsmaßnamen ihrer Eltern nerven sie am Meisten? Welche Gesellschaftsschichten gibt es, wie sind diese unterschieden und legitimiert? (Wie und Wann) Unterhält sich ein Untergebener mit einem Mächtigen?



    Falls ihr noch Hilfe braucht und Fragen habt: Ihr wisst, wo ihr mich findet!

    Die Informationen um soetwas zu simulieren werden, sollte es die Idee auch schaffen sich umsetzen zu lassen, natürlich auftauchen und das Event möglich machen. Wobei ich persönlich eine Aussumulieren schon cool finden würde und es sicher Spaß macht, sich Mal in anderen Rollen zu probieren. Unser dringendes Problem wäre bei Idee 2 wahrscheinlich der Rohstoffmangel, bei Idee 3 sicherlich Ureinwohner. Die Städter und Unternehmen wollen Gebiet, die Ureinwohner wollen ihr Gebiet behalten. Und die Infrastruktur ist sicherlich auch nicht DIE beste...


    Für deine Hilfe bin ich sehr dankbar und wir werden im Fall der Fälle auf jeden Fall darauf zurück kommen.


    E. G. Aal schrieb:

    @topic: TrâhúelTours würde auf jeden Fall in jedes der Länder sobald möglich eine exklusive Reise anbieten, bei der man zum exklusiven Super-Sonder-Last-Minute-Preis die Natur- und Kulturschönheiten des Landes genießen könnte. Und das mit Reisebegleitung in der eigenen Muttersprache! Da ich mir so etwas allerdings in einem arg zerütteten Land nicht so gut vorstellen kann und auch sonst Schach die einzige Militärsimulation ist, die mich interessiert, wäre ich eher an den Vorschlägen 2 und 3 interessiert.

    Aber sehr gerne darf Trâhúel Tours uns, wenn wir fertig sind besuchen und Reisen anbieten. Wir würden sogar Busse bereitstellen :bD:


    PS. Da der Beitrag jetzt doch sehr, sehr Lang geraten ist und ich kaum noch Übersicht habe, wird noch ein 2. Part folgen...

  • Das Problem bei Ideen ist, das sie meistens nur Ideen bleiben. Ich selbst habe diverse Ideen, aber die Umsetzung ist das schwierige an der Sache. In der heutigen Zeit macht man sich selbst viel zu viel Druck und Stress mit etwas, das ja eigentlich nur ein Hobby sein soll. Früher (ja, ich bin schon älter;)) hat man eine Idee gehabt und sie einfach umgesetzt weil man Spaß dran hatte und da war es einem egal was der Nachbar davon hält und ob man alleine sein Unwesen treibt oder ob noch wer mit macht.


    Heute ist das irgendwie alles anders.


    Es ist viel wichtiger was andere denken und man macht sich selbst nur noch Gedanken darüber wie man was wie machen sollte oder lieber doch nicht. Wo bleibt da denn der Spaß?


    Der Diplomat

    Sie haben Post.

  • Teil 2:

    E. G. Aal schrieb:

    Dem kann ich nur zustimmen! Das Problem an Gesetzen ist, dass sie viel regeln, aber ihre praktischen Auswirkungen nur bedingt visualisierbar sind. (Außer evtl. der Tatsache, dass viele Gesetze existieren). Es hilft mir nicht, mir ein Land vorzustellen (und darum geht es eigentlich bei den obgenannten Exempeln), zu wissen, ob die Mindeststrafe bei massenhaften Raubkopiererei inklusive Bandengründung nun 10 oder 15 Jahre Gefängnis bringt, oder ob bei der Hauptgerichtssitzung nun der Protokollant rechts oder Links vom Richter sitzt.

    :dito:

    E. G. Aal schrieb:

    Nein, ich gehe davon aus, dass die Leute, die hier eine Nation gründen wollen, simulieren können ;) Das, was Der Diplomat vorgeschlagen hat, war nämlich weit mehr, als was ich teilweise von bereits „publizierten” MNs gelesen habe, woraus ich geschlussfolgert habe, dass er sich durchaus Gedanken über seine Simulation macht und deshalb auch eher simulieren kann.


    Und von den anderen Diskussionsbeteiligten habe ich schon genug Simulationen gelesen. Gut, die brauchen zwar auch meinen Rat nicht, aber auch sie können meiner Meinung nach simulieren. ;)

    Danke für das Lob und ja, ich denke, ich kann einigermaßen simmen. Wie gut ich das wirklich kann muss jeder für sich selber entscheiden. Naja, zumindest sobald ich Mal wieder Summe. Und das sie deinen Rat nicht brauchen stimmt vielleicht für manche, aber deine Ratschläge sind bis jetzt immer gut gewesen. (Zumindest das was ich gesehen habe)

    Charles Lanrezac schrieb:

    Bei deinen Ausführungen gehst du wie selbstverständlich davon aus, dass die Leute überhaupt simulieren können. Ich habe in den letzten zehn Jahren die Erfahrung gemacht, dass es in den MNs nur sehr wenige Personen gab/gibt, die simulieren können. DAS ist eines der Kernprobleme der MNs.



    Das, was du da gerade an möglichen Simulationen gut gemeint (und aus meiner Sicht völlig richtig) empfiehlst, wird in der mikronationalen Praxis an der Simulationsfaulheit und -unfähigkeit der Mitspieler scheitern.

    Es stimmt das es manche Simschweine gibt, jedoch würde ich jetzt nicht behaupten, das dass die Mehrheit der (noch) Verbliebenen ist. Es gibt sicher immer irgendwo Leute, die nicht wirklich simmen können, aber diese gibt es meinen (wenigen) Erfahrungen nach nur vereinzelt.