R.I.P.

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ich wollte mal anfragen, ob es MN's gibt, in denen Bestattungsriten (oder wie immer man das nennen möchte) beschrieben wurden. Und zwar solche, die sich von denen in Deutschland und denen des Christentums / Judentums / Islams unterscheiden. Dabei geht es mir jetzt nicht unbedingt darum, dass ein Großkopferter in ein Mausoleum gepackt wurde, sondern um das ganz gemeine Volk.
      M'jambo!
    • Ich suche mal, ob ich den Beitrag noch finde. Carmen oder Maya haben das mal bei einem Besuch in Futuna erfragt, da dort die Toten mit einem Freudenfest verabschiedet wurden. Schließlich wird deren Leben gefeiert, nicht der Tod beweint. Vielleicht finde ich es noch.
      Regent (Überwacher der Exekutive auf Wunsch der Legislative) des Shah'in Futuna
      Shaikh von Alegon
    • In Andro erhält jeder ein pompöses militärisches Staatsbegräbnis das vom Patriarchen persönlich durchgeführt wird. Anschließend wird solange getrunken, bis jemand umkippt. Der wird dann auch beerdigt, so das man wieder einen Grund hat, zu trinken...und so weiter.
    • In unserer Provinz Norskbard gibts den Nar-Kult, eine Art germanischer Götterkult. Wenn bei denen jemand stirbt wird er nach einem bestimmten Ritus bestattet. Zuvor bringen sie Opfer an Sigan dar, den Totengott. Wenn der Verstorbene ein rechtschaffendes Leben geführt hat (Viele Kämpfe, Glück auf der Jagd u.a.) bringt er ihn nach Hollwilla wo seine Vorfahren auf ihn mit einem großen Fest warten. War sein Leben nicht so berauschend, dann versuchen die Hinterbliebenen durch Opfergaben an Godur, den Gott der Unterwelt, diesen milde zu stimmen, damit der Verstorbene nicht allzugroße Qualen in Willholla, der Hölle ausgesetzt ist.

      Nachdem die Opfergaben abgegeben wurden wird das Herz (als Sitz des Mutes) und die Lunge (als Sitz des Lebensatems) entfernt und bestattet. Mit denen kann der Verstorbene nichts mehr anfangen. Der restliche Körper wird dann abends im Meer während der blauen Stunde auf einem Holzboot verbrannt. Das muss so sein, weil der Verstorbene sonst in einer Zwischenwelt gefangen ist und sein Dorf, seine Stadt heimsucht. Der Rauch muss also in der Abenddämmerung aufsteigen damit er entweder von Sigan oder von Godur abgeholt wird.

      Während der Trauerzeremonie werden dann alte Heldenlieder gesungen die vom Leben des Verstorbenen erzählen. Das ganze gilt übrigens nur für Männer. Frauen werden immer in der Erde bestattet. Sie kommen dem Glauben nach an den Ort wo auch der Geist Ihres Mannes hingeht.
    • Bei uns legt man die Toten, soweit sie nicht Juden oder Christen sind, auf einen Stapel Holz (Jaffakisten für die Armen, Kaminholz für den Bürgerstand, Teak, Mahagoni etc. für die Begüterten, edelste Zeder für "Kaisers") übergiesst sie mit Olivenöl, je nach Einkommen natürlich, und verbrennt sie dann. Angezündet wird der ganze Haufen von einem Angehörigen der Familie. Mit bedecktem Haupt und in weisser Kleidung. Ganz wichtig! Die Trauerfarbe. Was nach dem Verbrennen übrig ist kommt in eine nette Blumenvase namens Urne und wird dann in einem Columbarium aufgestellt.
      Ach ja: Vor dem Verbrennen legt man eigentlich eine Münze in den Mund des Toten - das finden viele aber nicht so nett und legen lieber zwei Münzen auf die Augen. Als Fährgeld für das Ticket ins Jenseits.
      Und weils manchmal stinkt (eigentlich immer!) gibt man auf den Scheiterhaufen jede Menge Weihrauch und Gewürze dazu (kann schon mal wie eine katholische Messe in der Pommesbude riechen). Offiziell sind das "Opfergaben an die Götter".
      Das einzige was in einem lebenden Organismus beinahe unbegrenzt wachsen kann, ist die Krebszelle.
    • Victor Kaczynski schrieb:

      In Andro erhält jeder ein pompöses militärisches Staatsbegräbnis das vom Patriarchen persönlich durchgeführt wird. Anschließend wird solange getrunken, bis jemand umkippt. Der wird dann auch beerdigt, so das man wieder einen Grund hat, zu trinken...und so weiter.


      Same here. Nur mit Whisky. Und ohne Pomp. Weil haben kommt von halten.
    • Wow, das ist ja deutlich mehr an Reaktionen, als ich erwartet hätte :)

      @Wolfram Lande:
      Einen nicht sonderlich ausgestalteten Asatru-Verschnitt gibt es in Eldeyja.

      @Victor Kaczynski
      Also nicht so sehr "Na sdorowje!" sondern eher "Na umerschije!" ;)

      @Elias Goff:
      Danke! Insbesondere für Deine Ausführlichkeit. Holzboote scheinen sehr beliebt zu sein :)

      @:Marcus Flavius Celtillus
      Ebenso vielen Dank. Römer sind eben Pragmatiker ;) Waren .. äh ... Ladiner ... sind.
      Btw: In wie weit nehmt ih eigentlich Bezug auf die "realen" noch heute existierenden Ladiner?

      @Friedrich A. Seyffenstein
      Genau darum gehts mir. Multikulti oder besser Multitheo (inklusive aller "Nicht-Religionen").

      @Hermione:
      Gibts da einen Wettstreit mit Andro, welche Nation sich zuerst im wahrsten Sinne des Wortes totgesoffen hat? Andro hat (noch) mehr Einwohner, oder? ;)
      M'jambo!
    • Gerne!
      Auf die echten Ladiner nehmen wir in soweit Bezug, als wir ebenfalls die gute Küche und gute Weine zu schätzen wissen. :)

      Und ein paar Eigenschaften der Sprache tauchen in unserer (fast völlig erfundenen und noch nicht fertigen) Sprache auf. Wobei: Sprachen sind ja eigentlich nie "fertig". :)
      Das einzige was in einem lebenden Organismus beinahe unbegrenzt wachsen kann, ist die Krebszelle.
    • In Montana gibt es bei den Indios zumindest ein Totenfest, ist nun zwar eher eine Grabauflösung^^ kommt dem ganzen aber schon nahe.

      Fiesta de los Muertos (Totenfest)

      Alle 12 Jahre beginen die Huronen-Indios das Fest der Toten. Man bestattet die Toten, die seit dem letzten Fest verstorben waren, indem man die Toten
      von den Bestattungsstätten nahm, die Gebeine in Säcke lud und zu einer bestimmten Bestattungsgrube, oft weit von Dörfern entfernt, trug. Bei Feuerlicht wurden über die Gebeine Maiskörner und Geschenke gestreut und Pelzhäute ausgebreitet.
    • Marcus Flavius Celtillus schrieb:

      Auf die echten Ladiner nehmen wir in soweit Bezug, als wir ebenfalls die gute Küche und gute Weine zu schätzen wissen. :)

      Wow ... dann müsste ich jetzt sachen: "Ick binn ein Ladine!" ;)

      Marcus Flavius Celtillus schrieb:

      Und ein paar Eigenschaften der Sprache tauchen in unserer (fast völlig erfundenen und noch nicht fertigen) Sprache auf. Wobei: Sprachen sind ja eigentlich nie "fertig". :)

      Stimmt, Sprachen sind "lebendig".
      Das mit einer "anderen" Sprache im Forum wurde andersweitig mal mit der "Okzitanisierung" einer Forensprache versucht und ist kläglich gescheitert .. Euch wünsche ich da mehr Erfolg! :)

      Wolfram Lande schrieb:


      Da kann ich doch nichts für! ;)


      Sicher? ;)

      Juarez Curbain schrieb:


      Fiesta de los Muertos (Totenfest)

      Klingt für mich irgendwie "Dakota"-Like ;) Danke :)
      M'jambo!
    • Danke für die Glückwünsche! Wobei die Sprache sich natürlich nie durchsetzen wird, dazu ist die Personaldecke zu dünn. Aber eine, wie ich finde, nette Spielerei.
      Wohin darf ich ein Assortimént ladinischer Leckereien entsenden lassen? ;)
      Sprich: Link zum Forum? Ich finde gerade nichts. ?( :D
      Das einzige was in einem lebenden Organismus beinahe unbegrenzt wachsen kann, ist die Krebszelle.
    • Marcus Flavius Celtillus schrieb:

      Danke für die Glückwünsche! Wobei die Sprache sich natürlich nie durchsetzen wird, dazu ist die Personaldecke zu dünn. Aber eine, wie ich finde, nette Spielerei.
      Wohin darf ich ein Assortimént ladinischer Leckereien entsenden lassen? ;)
      Sprich: Link zum Forum? Ich finde gerade nichts. ?( :D


      Ist auf jeden Fall cool, einige Duztend Wörter habe ich im irkischen ja auch. Aber das arbeitet super schnell in super viel Arbeit aus ;)
      Irkanien
      Blog
      Youtube

      Aufgrund häufiger Nachfragen: Ja, ich bin immer so.
    • Oh ja! besonders, wenn ich bedenke, dass meine Mitmenschen mich manchmal (?) für völlig blöde halten, wenn sie mitkriegen wie ich ganze Sätze wieder und wieder aufsage, um sie auf ihre Klangmelodie zu überprüfen...und dann eventuell zu ändern. So kommt es dann zu unregelmäßigen Verben. :) Die Worte sind ja auch nicht das Problem. Aber der Satzbau.... :D
      Das einzige was in einem lebenden Organismus beinahe unbegrenzt wachsen kann, ist die Krebszelle.
    • Benutzer online 2

      2 Besucher